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Verfasser-Archiv

neue Rezensionen

Hallo zusammen,

 

nach einigen gesundheitlichen Problemen hoffe ich, dass alles wieder in Fluss kommt. Demnächst werden hier also weitere Rezensionen eingestellt. Ich danke sowohl meinen Lesern (laut Besucherstatistik 31.01.2011 immerhin 6.169) ebenso wie den Verlagen, die mir freundlicherweise Rezensionsexemplare überlassen haben, für ihre Geduld.

 

In diesem Sinne liebe Grüße

 

Ati

Einen guten Rutsch

Hallo ihr Lieben,


Ich bin im Dichten eine völlige Niete, doch Wilhelm Busch fand einmal schöne Worte für einen Neujahrswunsch.

 

Will das Glück nach seinem Sinn dir etwas Gutes schenken, so sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken.

 

Jede Gabe sei begrüßt - doch vor allen Dingen: Das, worum du dich bemühst, möge dir gelingen.

 

Gibt es da viel hinzuzufügen? Ich denke nicht. In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch und ein gutes, erfolgreiches und glückliches 2011.

 

Liebe Grüße

Ati

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Jahnke, Stefan: Hohburg, ein Schatz und seine Hüter

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Hohburg -Ein Schatz und seine Hüter

von Stefan Jahnke

 

BoD - Books on Demand, Norderstedt

ISBN:978-3839126301

Kriminalroman

Deutsche Erstausgabe 09/2009

Paperback, 308 Seiten

€ 19,95 [D]

 

Autorenseite

 

Zum Autor

 

Wer die Homepage des Autors Stefan Jahnke studiert, erfährt, dass er von 2008 bis 2010 insgesamt 16 Bücher veröffentlicht hat. Klingt zunächst nach viel und wirft die Frage auf, wie gut ein Roman dann sein kann. Doch kritische Leser dürfen beruhigt sein. Die Entscheidung des Autors sich mit seinen Manuskripten auf den Buchmarkt zu wagen, hat sich für den Leser durchaus gelohnt.

Jahnkes Geschichten und Romane lesen sich genauso bewegt wie sein Leben. Nach Schlosserlehre und Militärdienst folgte ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium an der TU Dresden. Die Tätigkeit in einer Werbeagentur in London ging in Anstellungen in der Verlagsbranche über, was wiederum von der Leitung und Beteiligung an einer Bildungseinrichtung oder leitenden Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bei einem der größten Reprografen Deutschlands abgelöst wurde. Jahnke ist verheiratet und lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern wieder in Dresden und Radebeul. Er ist Mitbegründer des Autorenvereins Kristallfeder.

 

Zum Buch

Die Zeit der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands hat den Autor geprägt und diese Prägung macht sich in seinen Büchern ebenso wie sein Geschichtswissen bemerkbar. Sein Spektrum reicht von Reiseerzählungen über Wirtschaftsthriller zu Krimis und historischen Romanen. Mit ‚Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter‘ schafft der Autor es zudem spielend, alle Genres zu vereinen. Der Roman ist der Auftakt zu einer Reihe um Kommissar Zech, der Fälle im Hier und Jetzt lösen muss, deren Ursachen aber weit in die Geschichte zurückreichen. Im Fall des Mordes im Hoburgtunnel gar über August dem Starken, der eben jenen Tunnel erbauen ließ, bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts.

Meine Meinung

Der von Jahnke gezeichnete Protagonist in Form von Kommissar Zech, offenbart sich dem Leser als liebenswert unbeständiger Mensch, der im Beruf jedoch akribisch recherchiert und ein Gespür für historische Zusammenhänge hat. Letzteres ist überaus sinnvoll, denn im Laufe der Ermittlungen wird er relativ schnell mit dem Diebstahl historischer Dokumente konfrontiert, die im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen. Und – wie so vielen Ermittlern – wird ihm von seinem Vorgesetzten zunächst der (Ermittlungs-)Weg eher mit Steinen zugeschüttet als hilfreich gepflastert. Während der Autor seinen Kommissar ganz nebenbei noch in eine Beziehungskrise geraten lässt, führt er uns bei den Ermittlungen in eine bewegende, aufwühlende Reise quer durch die Jahrhunderte, ohne aktuelle (finanz-)politische Geschehnisse außer Acht zu lassen. Denn der Tote im Tunnel ist nicht nur der Retter einer insolventen Firma in Dresden, sondern auch der Nachfahre einer alten Verwalterdynastie der Burg, die direkt über dem Tunnel steht. Und er bleibt nicht alleine. Ein zweiter Mord geschieht, der im direkten Zusammenhang mit dem Ersten steht. Auch bei den Ermittlungen dazu wird immer klarer, dass die Vergangenheit längst nicht vergangen ist und dynastische Machtgefüge und ein uralter Schatz korrupte Machenschaften nach sich ziehen, die so manchen Beteiligten auch heute noch nicht nur über Leichen gehen lassen, sondern auch die moderne Justiz in die Knie zwingen können.

Jahnke lässt uns durch die überaus wachen Augen seiner Hauptfigur nicht nur sehr authentisch an der Geschichte Sachsens voller Intrigen und Schrecknissen teilnehmen, sondern stößt uns auch auf aktuelle Probleme und Gegebenheiten des Freistaates. Der eine oder andere Leser dürfte Probleme haben, alles zu verstehen, sofern er das Buch einfach mal so nebenbei liest und keine Bezüge zum Handlungsort hat. Doch wer sich auf Jahnkes Buch einlässt, merkt schnell, dass es dem Autor spielend gelingt, seinen Kommissar alle Komponenten und Wirrnisse erkennen, vereinen und klären zu lassen, ohne dass die historischen Elemente den aktuellen Bezug überdecken. ‚Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter‘ fesselt durch seinen spannenden Verlauf und macht eindeutig Lust, die übrigen Bände der Reihe um Kommissar Zech zu lesen.

Copyright © 2010 Antje Jürgens

 

Lo Scarabeo: Tarot

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Tarot - Galerie der Tarot-Kunst
von Lo Scarabeo

 

erschienen im Königsfurt-Urania Verlag GmbH 2010

ISBN-10: 3868265325 - ISBN-13: 978-3868265323

Genre: Esoterik, Kartenlegen

Hardcover, 29,8 x 29 x 2,2 cm, 204 Seiten

€ 38,00 [D]

 

 

Zum Autor:

 

Hier kann man eigentlich nicht direkt von einem Autor sprechen. Hinter dem Namen Lo Scarabeo verbirgt sich ein 1987 gegründeter und in Turin ansässiger Verlag, der Karten und Comicbücher herausgibt. Bei den Karten handelt es sich zum einen um künstlerisch gestaltete Spielkartendecks, zum anderen um – ebenfalls künstlerisch gestaltete - esoterische Tarot- und andere Wahrsage-Kartendecks.

 

Lo Scarabeo wandelt nicht nur die Werke diverser Künstler (wie beispielsweise Klimt) für ihre Karten um, die Firma beschäftigt Künstler, die auch eigene Kartendecks entwerfen, und ist Esoterikern wohl weltweit ein Begriff. Alle Kartendecks von Lo Scarabeo werden in fünf Sprachen angeboten (italienisch, englisch, französisch, deutsch und spanisch). 

 

Zum Buch

 

Das Buch – als Nachschlagewerk und Galerie bezeichnet - ist sehr aufwendig gestaltet und genau genommen auch ein Katalog ohne direkte Bestellmöglichkeit. Der Begriff Nachschlagewerk bezieht sich eindeutig auf die Abbildungen, nicht auf Texte. Man findet nur wenige Zeilen zu den fünf Bereichen, in die das Buch gegliedert ist. Auf die darin abgebildeten Tarot-Kartendecks wird nicht gesondert eingegangen. Die fünf Bereiche sind durch unterschiedlich farbige Registerblätter, je einer Illustration von verschiedenen Künstlern und einer Seite mit einer sechssprachigen Erklärung (zu den oben erwähnten Sprachen kommt in diesem Buch noch russisch dazu) klar voneinander abgetrennt.

 

Auf jeweils zwei Seiten werden immer 11 Karten (Vorderansicht) und die entsprechende Rückseite aus 95 Kartendecks unterschiedlicher Tarot-Familien (Geschichte 8x, Esoterik 13x, Kultur 22x, Kunst 30x, Metaphysik 22x) gezeigt. Klassische Motive finden sich ebenso wie moderne. Die Kartendecks sind im Originalformat (11,5 x 6,5 cm) abgebildet. Sieben dieser Decks werden mit Golddruck aufgelegt. Jeweils eine Karte davon findet sich im Original im Buch eingeklebt wieder, damit man ein erfühlbares Erlebnis der Karten bekommt. Ferner bekommt man Hinweise, welche der Kartendecks auch in kleineren Formaten (4,4 x 8,0 cm) erhältlich oder welche Decks nur für Erwachsene geeignet sind. Dabei handelt es sich etwa um das Kamasutra-Tarot oder das Decamerone-Tarot.

 

Meine Meinung

 

Wer die Ausgabe von € 38,00 nicht scheut, erhält einen Augenschmaus der besonderen Art. Sammler, die ihre Kartensammlungen ergänzen wollen und darin entsprechende Anregungen finden, werden sich genauso davon angesprochen fühlen, wie Kartenleger, die Decks suchen, die für ihre Bedürfnisse geeignet sind.

 

Wie bereits erwähnt ist ‚Tarot – Galerie der Tarot-Kunst‘ sehr aufwendig gestaltet. Es ist durchgängig auf Glanzpapier gedruckt, was die Farbbrillanz der künstlerisch gestalteten Decks sehr gut unterstützt. Die sieben eingeklebten Karten weisen ebenfalls eine hohe Farbbrillanz auf, sind formstabil und liegen (wie alle Karten von Lo Scarabeo) gut in der Hand. Wer schon mal Karten von Lo Scarabeo vor Augen hatte, kann in etwa ahnen, wie detailgetreu und kreativ die einzelnen Abbildungen sind. Da ich selbst bereits das eine oder andere Kartendeck von Lo Scarabeo besitze, war ich von der sehr guten, künstlerischen Ausführung der ausgewählten Kartendecks jedenfalls nicht im geringsten überrascht.

 

Trotzdem gibt es einen kleinen Abzug, weil – für meine Begriffe – zu wenig oder vielmehr keine Erklärungen bei den einzelnen Kartendecks stehen. Wie bereits erwähnt ist der farbenprächtig gestaltete Band eher für Sammler und Kartenleger, die auf der Suche nach ‚dem‘ Deck sind, gedacht und deshalb sind nähere Erläuterungen zu den einzelnen Kartenspielen nicht zwingend relevant. Dennoch wären ein paar Worte mehr schön gewesen.

 

© 06/2010 - Antje Jürgens

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