Die Leselustige Ati's Rezi-Seite – Buchbesprechungen, Ankündigungen, etc.

1. Januar 2013

Ein frohes Neues Jahr

Filed under: Ankündigungen — admin @ 13:50

Glücksymbole, die man hierzulande zur Zeit zuhauf sieht.

schweinchen.jpgund  cent.jpgstehen für Fruchtbarkeit, Wohlstand und Reichtum.

kleeblatt.jpgsollen eine Erinnerung an das Glück im Paradies sein.

hufeisen.jpgverkörpern Kraft und Stärke, schützen Haus und Hof.

schornsteinfeger.jpgsollen einfach deshalb Glück bringen, weil sie früher anscheinend immer als Erste am Neujahrsmorgen durch die Straßen gingen und Glück wünschten.

 

Bleigießen und Äpfel schälen sind zwei Orakelbräuche, die ich von hier kenne. Feuerwerk soll böse Geister vertreiben und Licht ins Dunkel bringen.

 Die Wünsche und Hoffnungen zu Neujahr sind überall mehr oder weniger gleich. Die Bräuche, damit sie sich erfüllen, unterscheiden sich jedoch etwas. So ziehen in Bulgarien als Ungeheuer verkleidete Männer lärmend für die Vertreibung von bösen Geistern, Vampiren und Unglück durch die Straßen. Statt Feuerwerk wird in manchen Gegenden der Schweiz auf große Feuer gesetzt. Und in Rumänien bringen anstelle der Schweinchen beispielsweise neugeborene Lämmer Glück, die von Kindern  am Neujahrstag durch die Straßen und Märkte getragen werden, damit jeder gegen einen kleinen Obolus die sogenannten Vasilicas streicheln kann.

 In manchen Gebieten wird eine Stunde vor Mitternacht ein Fenster geöffnet, um das neue Jahr hereinzulassen. Wer in der Raunacht Silvester bzw. an Neujahr kein Geflügel verzehrt, braucht auch keine Angst zu haben, dass das Glück ihm durch das geöffnete Fenster davonfliegt. Und wer seine Wäsche nicht auf der Leine lässt bzw. vor Silvester nicht mehr wäscht, braucht auch nicht befürchten, dass Unglück durch das geöffnete Fenster hereinflattert und an der gefüllten Wäscheleine hängen bleibt.

 Wer in Spanien Silber trägt hat Pech. Nur ein goldener Ring, ins Sektglas gelegt, soll beim mitternächtlichen Anstoßen Glück bringen.  Das kann man aber auch durch den Verzehr der uvas de la suerte erlangen. Die seit 1909 bekannten Glückstrauben, 12 an der Zahl, müssen bis zum letzten Schlag des mitternächtlichen Countdowns verzehrt werden. Während des Essens wird sich etwas gewünscht. Schafft man es, alle 12 Trauben bis zum letzten Glockenschlag zu schlucken, sollen die Wünsche in Erfüllung gehen. Andernfalls droht Unglück. Die 12 Glockenschläge weichen seit ein paar Jahren allerdings vom mitternächtlichen Läuten hierzulande ab, weil gar zu viele Leute an den eilig verschluckten Trauben zu ersticken drohten. Der mitternächtliche Countdown in Spanien orientiert sich an der Rathausuhr von Madrid. Dort hallt jeder der Schläge drei Sekunden. Der Countdown ins Neue Jahr beginnt also bereits 36 Sekunden und nicht erst 12 Sekunden vor Mitternacht. Unabhängig davon setzen Spanier, genau wie Italiener und Chilenen, jedoch für Glück in der Liebe auf rote Unterwäsche in der Silvesternacht und am Neujahrstag.

 Mancherorts, etwa in Griechenland, wird für das Glück auch ein Geldstück ins Brot oder einen Kuchen gebacken (zumindest, solange die Person, die es findet, sich nicht unglücklich daran verschluckt oder eine Plombe, Brücke oder ähnliches beschädigt). Süße Äpfel in Honig drücken als Neujahrsspeise in Israel die Hoffnung aus, dass das neue Jahr süß wird. Und an mancher Küste, etwa in Brasilien, versammeln sich Familien und Freunde am Strand und werfen Blumen ins Meer, auf dass ihnen die Götter der Meere Glück und Reichtum bescheren.  In Argentinien sind die Straßen am 31. Dezember eventuell weiß. Dort werden traditionell alte Unterlagen und Papiere klein geschnitten und aus dem Fenster geworfen. Sinn und Zweck der Aktion ist es, alten unnötigen Ballast loszuwerden und frei ins neue Jahr zu starten. Wer größer werden will als er bereits ist, sollte es wie die Philippinen halten, die an Silvester, egal ob erwachsen oder nicht, möglichst viel in die Luft springen, um das Wachstum anzuregen. An diesem Tag werden dort auch alle Türen und Fenster geöffnet und alle Lampen angemacht. Zusammen mit den Münzen, die in alle Hosen- und Jackentaschen kommen, soll dies den Wohlstand des kommenden Jahres garantieren. Ein auf die Straße gegossenes Glas Wasser steht in Estland traditionell symbolisch für alle Tränen, die man im kommenden Jahr dann nicht mehr weinen muss

 Bräuche über Bräuche also. Egal, welchen man pflegt, er stellt sicher, dass man sich in diesen Stunden nicht alleine fühlt, dass Besinnlichkeit und Hoffnung gleichermaßen nebeneinander bestehen. Ich wünsche mir für Euch, dass Ihr gut ins Neue Jahr gekommen seid und dass 2013 fröhlich, gesund, erfolgreich und lesenwert wird.

Alles Liebe

Ati

Blanvalet-Challenge 2013

Filed under: Ankündigungen — admin @ 13:48

Titel aus dem Hause blanvalet gehören regelmäßig zu den Büchern, die meiner Lesewut zum Opfer fallen. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, an der blanvalet-Challenge 2013 teilzunehmen.

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Wer sie noch nicht kennt, aber daran ebenfalls teilnehmen möchte, sollte mindestens 20 Titel aus dem blanvalet-Verlagsprogramm lesen (egal ob alt oder neu) und jeweils eigene Buchbesprechungen dazu auf dem eigenen Blog veröffentlichen. Hierbei muss das Cover mit abgebildet werden, auf dem der Verlag erkennbar ist. Die Challenge beginnt am 01.01.2013 und endet am 31.12.2013. Es ist egal, ob es sich um ältere oder neuere Bücher handelt.

Wer mehr über die Regeln erfahren oder sich für die blanvalet-Challenge 2013 anmelden möchte, kann dies auf der Seite lesendes-katzenpersonal.blogspot.de tun.

TeilnehmerInnen dürfen auf Unterstützung des blanvalet-Verlags hoffen und die ersten Drei sollen für Ihre Lesesucht und ihren Ehrgeiz belohnt werden. Also ran an die Seiten…

1. Februar 2011

neue Rezensionen

Filed under: Ankündigungen — admin @ 11:44

Hallo zusammen,

 

nach einigen gesundheitlichen Problemen hoffe ich, dass alles wieder in Fluss kommt. Demnächst werden hier also weitere Rezensionen eingestellt. Ich danke sowohl meinen Lesern (laut Besucherstatistik 31.01.2011 immerhin 6.169) ebenso wie den Verlagen, die mir freundlicherweise Rezensionsexemplare überlassen haben, für ihre Geduld.

 

In diesem Sinne liebe Grüße

 

Ati

31. Dezember 2010

Einen guten Rutsch

Filed under: Ankündigungen — admin @ 12:04

Hallo ihr Lieben,


Ich bin im Dichten eine völlige Niete, doch Wilhelm Busch fand einmal schöne Worte für einen Neujahrswunsch.

 

Will das Glück nach seinem Sinn dir etwas Gutes schenken, so sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken.

 

Jede Gabe sei begrüßt – doch vor allen Dingen: Das, worum du dich bemühst, möge dir gelingen.

 

Gibt es da viel hinzuzufügen? Ich denke nicht. In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch und ein gutes, erfolgreiches und glückliches 2011.

 

Liebe Grüße

Ati

feuerwerk2.jpg

30. August 2010

Jahnke, Stefan: Hohburg, ein Schatz und seine Hüter

Filed under: Krimi/Thriller,Roman — admin @ 18:27

hohburg.jpg

 

 

Hohburg Ein Schatz und seine Hüter

von Stefan Jahnke

 

BoD – Books on Demand, Norderstedt

ISBN:978-3839126301

Kriminalroman

Deutsche Erstausgabe 09/2009

Paperback, 308 Seiten

€ 19,95 [D]

 

Autorenseite

 

Zum Autor

 

Wer die Homepage des Autors Stefan Jahnke studiert, erfährt, dass er von 2008 bis 2010 insgesamt 16 Bücher veröffentlicht hat. Klingt zunächst nach viel und wirft die Frage auf, wie gut ein Roman dann sein kann. Doch kritische Leser dürfen beruhigt sein. Die Entscheidung des Autors sich mit seinen Manuskripten auf den Buchmarkt zu wagen, hat sich für den Leser durchaus gelohnt.

Jahnkes Geschichten und Romane lesen sich genauso bewegt wie sein Leben. Nach Schlosserlehre und Militärdienst folgte ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium an der TU Dresden. Die Tätigkeit in einer Werbeagentur in London ging in Anstellungen in der Verlagsbranche über, was wiederum von der Leitung und Beteiligung an einer Bildungseinrichtung oder leitenden Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bei einem der größten Reprografen Deutschlands abgelöst wurde. Jahnke ist verheiratet und lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern wieder in Dresden und Radebeul. Er ist Mitbegründer des Autorenvereins Kristallfeder.

 

Zum Buch

Die Zeit der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands hat den Autor geprägt und diese Prägung macht sich in seinen Büchern ebenso wie sein Geschichtswissen bemerkbar. Sein Spektrum reicht von Reiseerzählungen über Wirtschaftsthriller zu Krimis und historischen Romanen. Mit ‚Hohburg – Ein Schatz und seine Hüter‘ schafft der Autor es zudem spielend, alle Genres zu vereinen. Der Roman ist der Auftakt zu einer Reihe um Kommissar Zech, der Fälle im Hier und Jetzt lösen muss, deren Ursachen aber weit in die Geschichte zurückreichen. Im Fall des Mordes im Hoburgtunnel gar über August dem Starken, der eben jenen Tunnel erbauen ließ, bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts.

Meine Meinung

Der von Jahnke gezeichnete Protagonist in Form von Kommissar Zech, offenbart sich dem Leser als liebenswert unbeständiger Mensch, der im Beruf jedoch akribisch recherchiert und ein Gespür für historische Zusammenhänge hat. Letzteres ist überaus sinnvoll, denn im Laufe der Ermittlungen wird er relativ schnell mit dem Diebstahl historischer Dokumente konfrontiert, die im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen. Und – wie so vielen Ermittlern – wird ihm von seinem Vorgesetzten zunächst der (Ermittlungs-)Weg eher mit Steinen zugeschüttet als hilfreich gepflastert. Während der Autor seinen Kommissar ganz nebenbei noch in eine Beziehungskrise geraten lässt, führt er uns bei den Ermittlungen in eine bewegende, aufwühlende Reise quer durch die Jahrhunderte, ohne aktuelle (finanz-)politische Geschehnisse außer Acht zu lassen. Denn der Tote im Tunnel ist nicht nur der Retter einer insolventen Firma in Dresden, sondern auch der Nachfahre einer alten Verwalterdynastie der Burg, die direkt über dem Tunnel steht. Und er bleibt nicht alleine. Ein zweiter Mord geschieht, der im direkten Zusammenhang mit dem Ersten steht. Auch bei den Ermittlungen dazu wird immer klarer, dass die Vergangenheit längst nicht vergangen ist und dynastische Machtgefüge und ein uralter Schatz korrupte Machenschaften nach sich ziehen, die so manchen Beteiligten auch heute noch nicht nur über Leichen gehen lassen, sondern auch die moderne Justiz in die Knie zwingen können.

Jahnke lässt uns durch die überaus wachen Augen seiner Hauptfigur nicht nur sehr authentisch an der Geschichte Sachsens voller Intrigen und Schrecknissen teilnehmen, sondern stößt uns auch auf aktuelle Probleme und Gegebenheiten des Freistaates. Der eine oder andere Leser dürfte Probleme haben, alles zu verstehen, sofern er das Buch einfach mal so nebenbei liest und keine Bezüge zum Handlungsort hat. Doch wer sich auf Jahnkes Buch einlässt, merkt schnell, dass es dem Autor spielend gelingt, seinen Kommissar alle Komponenten und Wirrnisse erkennen, vereinen und klären zu lassen, ohne dass die historischen Elemente den aktuellen Bezug überdecken. ‚Hohburg Ein Schatz und seine Hüter‘ fesselt durch seinen spannenden Verlauf und macht eindeutig Lust, die übrigen Bände der Reihe um Kommissar Zech zu lesen.

Copyright © 2010 Antje Jürgens

 

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