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27.4.2011 von Ati.
Victoria-Louise Seifried
Victorianisch
periplaneta
ISBN 9783940767615
ISBN 3940767611
Kurzgeschichten, Slam
Originalausgabe 2010
Broschiert, 90 Seiten mit CD
[D] 12,50 €
Mundwerk …
Hinter diesem Wort verbirgt sich so einiges. Gibt man es bei einem bekannten Internetsuchdienst ein, so erfährt man beispielsweise, dass es eine Vereinigung von Kieferorthopäden gibt, die sich so nennt, oder auch ein internationales Filmcatering für Kino - Fernsehen - Werbung - Musikproduktionen und Tourneeservice mit mobilem Aufenthaltsraum. Ein deutschsprachiges A-Cappella-Comedy-Ensemble findet sich ebenso wie ein Theater gleichen Namens.
Kürzlich fand ich das Wort bei einem Titel aus dem Programm des Verlages periplaneta, der immer wieder für positive Überraschungen in meinem Bücherregal bzw. beim Lesen der Bücher, bevor sie in besagtes Regal wandern, sorgt. Das Buch aus der Edition Mundwerk (die sich mit Bühnentexten, Comedy, Kabarett und Slam beschäftigt) ist mit seinen 13,5 x 13,5 cm und 90 Seiten ein eher kleiner Vertreter seiner Sorte, doch kann es Victorianisch inhaltlich betrachtet durchaus mit den größeren aufnehmen. Ergänzend sind die Buchtexte mit einer CD versehen. Alles wurde von der Autorin Seifried verfasst und gesprochen. Einige Titel auf der CD kann man im Buch nachlesen, sie sind gegenüber denen, die sich nicht dort finden, bis auf die letzte Nummer mit der Musik von „Big Plaice in the Desert“ untermalt. Interessierte können übrigens Hörproben auf der periplaneta-Seite finden.
Das Buch selbst ist – nicht nur auf dem Umschlag – mit Fotos versehen, die die Autorin zusammen mit dem Shar Pei Pucca harmonisch auf einem Sofa zeigen. Während außen Hochglanz und Farbe wirken, verblassen innen die Motive in ihrer Schwarz-Weiß-Optik keineswegs (allein die Schuhe würden mich nach dem Buch greifen lassen….).
Seifrieds Seite bei myslam.net verrät, dass die junge Studentin der Psychologie, Philosophie und Politikwissenschaften sich seit 2007 im Bereich Poetry- oder Saal-Slam engagiert und gleich im ersten Jahr Berlinmeisterin wurde. Neben zahlreichen Auftritten bei Kulturprojekten, Wettbewerben und Lesungen kann man sie neben YouTube auch seit 2008 wöchentlich im Fernsehen bei Lettra TV finden. Und wer den Quatsch Commedy Club kennt, der weiß vielleicht auch, dass sie sich dort im Wettbewerb so gut durchgesetzt hat, dass sie diesen Monat im Finale für den Titel Quatsch Comedy Talent 2011 kämpft.
2010 unterschrieb sie bei periplaneta und in diesem Zusammenhang kam Ende des vergangenen Jahres das Buch mit CD in der Edition Mundwerk heraus, das momentan vor mir liegt, bzw. gerade auch aus den Lautsprechern um mich herum schallt. In ihren kurzen Prosa-Texten und Gedichten widmet sich die junge, vielversprechende Autorin querbeet Themen in unserer Gesellschaft. Dingen, die ihr im Alltag begegnen. Ihren Namen zum Programm machend, nutzt sie dabei ihre Sprache – Viktorianisch. Das ist für sie nämlich nicht einfach nur ein Zeitalter oder eine Modeerscheinung, wie sie gleich eingangs erklärt. Gleichzeitig kann man aber auch erkennen, dass es nicht nur eine Sprache, sondern auch eine Lebenseinstellung ist.
Wer mit offenen Augen, einer gesunden Portion Neugier und auch mit der Tendenz sich für gewisse Dinge mal in die Nesseln zu setzen, durchs Leben geht, der kann wie Seifried mit einem witzigen und selbstironischen Augenzwinkern und bisweilen auch mit biestiger Eloquenz in konzentrierten Pointen so profane Dinge wie Eiscreme und Schokolade, das seltsame Verhalten an Heiligabend oder gesperrte Kreditkarten thematisieren. Gleichzeitig aber auch Missstände (wie etwa in Viitourol începe), Ängste und andere Emotionen ansprechen und dabei den erhobenen Zeigefinger aufrüttelnd und nachdenklich machend, nicht aber hochmütig belehrend wirken lassen. Die von Seifried beschriebenen und/oder gesprochenen Episoden gehen bei aller Kürze unter die Haut. Sie fesseln durch Humor und Besinnung, durch Wortwahl wie durch Betonung.
Fazit
Buch und CD überzeugen, machen förmlich Lust auf mehr und bekommen fünf Punkte von fünf Punkten.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in 5 von 5 Punkten, Autoren Q - T | Keine Kommentare »
24.4.2011 von Ati.
Sarah Ockler
Die Sterne leuchten immer noch
Originaltitel: Twenty Boy Summer
aus dem Amerikanischen übersetzt von Bernadette Ott
cbj
ISBN 9783570137499
ISBN 357013749X
Roman Jugendbuch 12 – 13 Jahre
1. Auflage 2011
Umschlaggestaltung Zeichenpool, München
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 352 Seiten
[D] 16,99 €
Was hat Steven Spielbergs „E.T.“ mit Sarah Ockler zu tun? Ganz einfach. Er brachte sie quasi zum Schreiben. Im zarten Alter von sechs Jahren schrieb und illustrierte sie ihr erstes Buch, das an eben diesen Film angelehnt war. Natürlich wurde es nie veröffentlicht. Ihre Eltern ermunterten sie stattdessen, eigene Ideen zu verwirklichen. Diesen Ratschlag hat Sarah Ockler beherzigt. Jahre später, genauer gesagt 2009, erschien ihr Debütroman „Twenty Boy Summer“, der von den Kritikern gefeiert und von cbj 2011 unter dem Titel Die Sterne leuchten immer noch auf den deutschen Buchmarkt gebracht wurde. Ende 2010 erschien in den USA ihr zweiter Roman unter dem Titel „Fixing Delilah“.
Die Geschichten und Bücher der Autorin sind vorrangig für Jugendliche geschrieben. Ihre Passion für diese Zielgruppe und All-Age-Leser wurde bei ihrer Arbeit im Lighthouse Writers Workshop Denver verstärkt. Sie unterrichtet dort junge Autoren. Begründet dürfte sie jedoch darin liegen, dass Ockler sich noch gut an ihre Highschool-Zeit erinnern kann. An gute und schlechte, an aufregende und langweilige Tage auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Die Autorin, die den Bachelor of Arts in Communication gemacht hat, verbringt neben dem Schreiben einen Teil ihrer freien Zeit in der Natur und fotografiert gerne diesbezügliche Motive oder Kinder oder geht mit ihrem Ehemann Bergsteigen.
Der Buchumschlag in nachtblau zeigt einen Sandstrand, im Hintergrund etwas Meer, im Vordergrund eine junge Frau bzw. ein junges Mädchen, das in einem weißen Kleid vom Wind umspielt mit ausgebreiteten Armen unter einem sternenklaren Himmel steht. Der Originaltitel passt genauso gut wie die deutsche Übersetzung. Während „Twenty Boy Summer“ an eine Wette angelehnt ist, die die weibliche Hauptfigur Anna mit ihrer Freundin abschließt, deutet der deutsche Titel gleichermaßen auf die Hilflosigkeit wie Hoffnung hin, die Anna empfindet.
Mit fünfzehn sollte man Kribbeln im Bauch spüren. Sich über Schulnoten und die Zukunft Gedanken machen, aber daneben auch über Mode, Make-up, Musik, etc. Sachen erleben, die einen zum Lachen bringen, beste Freunde haben, Träume ausmalen oder Schmetterlinge im Bauch spüren, die mit Verliebtsein oder gar der ersten Liebe einhergehen. Hormonell bedingt ist dieses Alter eine Zeit der emotionalen Tiefs und Hochs in rasanter Abfolge und genau genommen erlebt Anna all dies auch. Bis zu jenem Tag, an dem Trauer und Hilflosigkeit schlagartig überwiegen. Dass ausgerechnet Matt, ihr bester Freund, in den sie seit fünf Jahren verliebt ist, auch nicht erst seit Kurzem etwas für sie empfindet, lässt sie für eine kurze, wundervolle Zeit schweben - bis er völlig überraschend aus dem Leben gerissen wird. Bevor sie irgendjemand von ihrer ersten Liebe berichten kann, endet die zart aufkeimende Beziehung zu dem Jungen, mit dem sie schon ihr ganzes Leben verbracht hat. Noch nicht einmal ihrer besten Freundin, Matts Schwester Frankie, kann sie davon erzählen, denn Matt wollte es seiner Schwester schonend beibringen. Sowohl er als auch Anna hegten die Befürchtung, dass ihre Freundschaft dadurch belastet werden könnte. Deshalb hat er ihr in diesem Zusammenhang das Versprechen abgenommen, niemandem etwas zu sagen, bevor er selbst mit Frankie gesprochen hat. Auch über seinen Tod hinaus fühlt die mittlerweile sechzehnjährige Anna sich an dieses Versprechen gebunden und übernimmt seine Beschützerrolle für seine Schwester. Sie trauert still. Statt selbst Trost zu empfangen, ist sie für Frankie und ihre Eltern da und begleitet sie ein Jahr nach Matts Tod zum ersten Mal an den Ort, an dem die Familie ihre Sommerurlaube verbrachte.
Ockler hat feinfühlig authentisch wirkende Charaktere geschaffen. Ob man nun selbst bereits einmal den Verlust einer nahestehender Person erlebt hat oder nicht - jeder dürfte sich relativ schnell und problemlos in Anna oder eine der anderen Figuren hineinversetzen können. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker, ohne flapsig oder aufgesetzt zu wirken. Ihre Darstellung der Gefühle der einzelnen Personen ist nicht überladen, doch geht bisweilen hart an die Grenze. Manchmal möchte man sowohl Frankie als auch Anna fast schütteln, oftmals in die Arme nehmen und trösten.
Die Sterne leuchten immer noch spielt in der Gegenwart und umfasst den Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr, enthält jedoch auch einige länger zurückliegende Erinnerungen. Ein Teil spielt an der Ostküste, der andere an der Westküste der Vereinigten Staaten. Der Raum dazwischen könnte synonym für die Entwicklung der Geschichte stehen, für den Abgrund, der sich nach Matts Tod für seine Familie und Anna zum Rest der Welt aber auch zwischen ihnen auftut. Alles könnte jedoch auch zu einer anderen Zeit an einem völlig anderen Ort stattfinden, denn die Handlung richtet den Blick auf die Emotionen, weniger auf Zeit und Umgebung. Gleichzeitig sind gewisse Passagen enthalten, die typisch amerikanisch gehalten sind, und genau dadurch etwas zu oberflächlich oder lang wirken können. Nach Matts Tod geht jede der Figuren anders mit ihrer Trauer um, wobei die Autorin den Fokus auf Anna richtet, die die Geschichte in Ich-Form erzählt.
Frankie etwa wirkt in ihrem Schmerz egoistisch und oberflächlich, verstockt, kindisch und gleichermaßen verletzend wie verletzlich. Sie verfällt nach einer geschockten Starre in blinden Aktionismus. Zum einen lässt sie kaum jemanden an sich heran, zum anderen scheint ihr neues Leben aus Make-up, Partys und Jungs zu bestehen. In ihrem Schmerz bekommt sie gar nicht mit, dass die Ehe ihrer Eltern zu scheitern droht oder wie es Anna geht.
Annas Welt wird klein, erstarrt eher, während sie Matt durch briefartige Einträge in ihrem Tagebuch am Leben erhält oder erdachte Zwiegespräche mit ihm führt. Durch ihre Erinnerungen lernt man Matt näher kennen. Ockler animiert auch damit zum Nachdenken, zum Schmunzeln, lässt den Leser mitfühlen. Trotz der emotionsgeladenen Thematik schafft es die Autorin, nicht melodramatisch abzurutschen. Sie verbindet geschickt die Gefühle der Trauer und des Schmerzes, der Wut und Hoffnungslosigkeit, aber auch der Verliebtheit, der Hoffnung, der Neugierde und des Verzeihens.
Der gemeinsame Urlaub ist gleichermaßen eine Belastungsprobe für alle, wie auch der Versuch, ein normales Leben zu führen. In diesem Zusammenhang schließen Frankie und Anna vor ihrer Abreise einen Pakt. Die 20 Tage am Meer sollen zum A.B.S.A.Z (absolut bester Sommer aller Zeiten) werden und die Mädchen wollen sie nutzen, jeden Tag einen anderen Jungen kennenzulernen. Einer wird – nach Frankies Ansicht – schon dabei sein, der Anna um ihre Jungfräulichkeit bringt. Was sich keineswegs einfach gestaltet. Matt ist trotz seines Todes omnipräsent in den Erinnerungen und Gefühlen Annas. Sie trauert nach wie vor und hegt Schuldgefühle, weil sie ihrer Freundin nicht die Wahrheit sagen kann. Den Pakt ist sie nur halbherzig eingegangen, um Frankie aufzumuntern. An eine neue Liebe glaubt sie nicht wirklich; der Gedanke jagt ihr beklemmende Gefühle ein, weil sie glaubt, Matt dadurch zu verraten. Tatsächlich machen sich aber doch Schmetterlinge in ihrem Bauch bemerkbar, als sie Sam kennenlernt. Die Gefühle für ihn, erinnern natürlich an die für Matt, doch gleichzeitig wird deutlich, dass sie andersgeartet sind, weil ihnen eine gewisse Oberflächlichkeit innewohnt. Die Zeit, die sie mit ihm verbringt, und letztlich ihr Tagebuch sorgen jedoch auch dafür, dass ihre Freundschaft zu Frankie auf eine harte Probe gestellt wird.
Gleichwohl ist Ocklers Debütroman jedoch auch voller Hoffnung und, ja … auch Kraft. Zeigt nicht nur die traurige Seite – etwa durch Annas Erinnerungen. Zeigt, wie wichtig es ist, in solchen Phasen jemanden neben bzw. bei sich zu haben. Dass Schweigen viel zerstören kann und andererseits oft nur wenige Worte vieles aufwiegen. Dass ein kleiner Schritt zur Seite den Betrachtungswinkel verändert. Zeigt, wie wichtig die einzelnen Phasen der Trauer sind. Wie unendlich kostbar Erinnerungen sind und dass man durch Loslassen auch gewinnen kann.
Fazit
Ein Roman über Freundschaft, Liebe, Trauer, Schmerz und das Erwachsenwerden. Hier passt der deutsche Titel perfekt. Die Sterne leuchten immer noch – manchmal muss man nur einfach den Kopf heben. Ein Debüt, das berührt und für das ich trotz kleinerer Längen fünf Punkte von fünf Punkten vergeben möchte.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in Belletristik, 5 von 5 Punkten, Autoren M - P, All Age, Kinder- & Jugendbuch, Roman | Keine Kommentare »
30.3.2011 von Ati.
Christine Brendle (Hg.)
Unsere Welt 2050
C. M. Brendle Verlag
ISBN 9783981249750
ISBN 3981249755
Zeitgenössische Literatur, Anthologie
Erste Auflage 2011
Umschlaggestaltung Gute Aussicht Kommunikations GmbH
Taschenbuch, 165 Seiten
[D] 12,50 €
War es das Cover, das mich neugierig machte, oder eher die Zeile „Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch“? Ich weiß es nicht. Vielleicht war es auch die Mischung aus beidem. Manchmal genügen Kleinigkeiten um meine Neugier zu wecken. Bei Unsere Welt 2050 wurde sie geweckt und das, obwohl das matt glänzend gehaltene Cover in dunkelblau mit der gewählten (überwiegend) grünen Schrift etwas trocken und fachbuchartig wirkt. Das Motiv vorne zeigt eine Weltkugel, deren Ozeane und Länder mit Worten ausgefüllt ist, die bereits einen ersten kleinen Einblick auf das bieten, was im Buch kommt.
Zusammen mit der Verlegerin Christine Brendle haben der Lehrer Bertram Weber und vierzehn Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule in Ebingen die Idee zu diesem Buchprojekt verwirklicht. Was 2010 begann, liegt nun vor und kann im Buchhandel bezogen werden. Bücher sind nicht nur etwas Kostbares und Wundervolles, sie verlangen auch einiges an Herzblut und innerer Überzeugung, wenn sie je fertig werden sollen. Die Schüler und Schülerinnen haben beides bewiesen. Sie haben das Projekt mit geplant, aktiv daran gearbeitet und alles umgesetzt. Sie dürften heute neben einer entsprechend erhaltenen positiven Bewertung für ihr Abitur ein Buch auch mit anderen Augen als noch vor ein paar Monaten betrachten. Es finden sich kleinere Anfängerfehler (eine Geschichte wird etwa wiederholt, was vermutlich kein Stilmittel des Autors ist) darin, doch angesichts der Tatsache, dass vorwiegend Laien beteiligt waren, ist die Umsetzung gut gelungen; vor allem, wenn man den Zeitrahmen betrachtet, in dem das Projekt verwirklicht wurde.
Aber zum Inhalt. Mit seinen 175 Seiten im A5-Format hält man ein Buch, dass schnell gelesen sein müsste, zumal die Kapitel nur wenige Seiten, einmal gar nur zwei Absätze umfassen. Doch die gewählte Thematik macht es zu einem Buch, das man zwischendurch immer wieder weglegt, um nachzudenken.
Schülerinnen und Schüler haben nicht nur zur Veröffentlichung der achtundzwanzig darin enthaltenen Geschichten und eines Gedichtes beigetragen – ein Teil wurde auch von Schülern geschrieben. Neben ihnen kommen auch andere, bekannte oder weniger bekannte Autoren zu Wort. Dazu gehören, außer Politikern und einer Bankerin, beispielsweise auch eine Hotelfachfrau oder ein Pfarrer a. D, Neulinge wie solche, die schon Veröffentlichungen vorweisen können.
Doch ob nun Frischling oder Profi, ob nun sechzehn oder sechsundachtzig – alle Autoren beschäftigt ein Thema: Unsere Welt 2050. Nicht einmal mehr ganze neununddreißig Jahre trennen uns momentan noch davon. Und in Anbetracht der Tatsache, wie rasant sich die Welt innerhalb der letzten 40 Jahre verändert hat, stellt sich berechtigterweise die Frage, wie die Welt 2050 gestaltet sein wird. Bunt oder farblos, trostlos oder hoffnungsvoll, brutal oder friedlich?
Die Art und Weise wie etwa der 1991 geborene Keith Petri darüber denkt, dürfte dem einen oder anderen älteren Leser kleinere Schluckbeschwerden verursachen. Seine Vision sieht düster und dystopisch aus; ist eine kleine Ohrfeige für die ignorante Gesellschaft im Hier und Jetzt; artikuliert eher eine Zukunftsangst, als eine Vision. Es gibt Science-Fiction, weitere Dystopien und fantastische Geschichten, wie die von Kristina Kesselring, in der die Menschen der Zukunft ihre Natur anderen Wesen angleichen können. Es gibt trotz der bedenklichen Vision eher Ironisch-Heiteres, wie das Gespräch zwischen einer Großmutter und ihrer Enkelin von Simone Föhl. Dagegen wirkt die Geschichte der 17jährigen Jasmin Loose, die ihre Protagonistin gegen die Unsterblichkeit kämpfen lässt, durchweg kritisch. Und Kimmelmann macht mit Leuten, die nichts können, kurzen Prozess. Er zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger im Ausklang seiner Agenda 2050 trotz der deutlich gemachten Gefahr auf die mangelnde Fähigkeit zur Veränderung – stellvertretend für all das, was man tagtäglich ändern könnte.
Das sind nur ein paar der Beiträge der Anthologie. Alle daraus auch nur kurz anzuschneiden, würde den Rahmen einer Buchbesprechung sprengen. Alle zu lesen, empfiehlt sich jedoch eindeutig. Die Geschichten zeigen, dass die Autoren sich ihrer Aufgabe mit Ideenreichtum gestellt und sie teilweise komplex umgesetzt haben. Einige Ideen bieten Raum für einen Roman. Manche Beiträge sind eher philosophisch, manche wirken hoffnungsvoll geträumt, andere kritisch und bestürzend. Es geht um das Leben nach einem Nuklearkrieg, um Reisen in die Zukunft; um Unsterblichkeit, Ressourcenverschwendung und Ressourcenknappheit; um Mangel und Überfluss; um perfekte Menschen und solche, wie die Natur sie geschaffen hat; um Überlebenstaktiken und Exodus; um Bildung, Freizeitgestaltung, Ängste und Nöte, kleine Freuden und Liebe. Mal blickt der Leser zurück in die Gegenwart, mal wirft er einen Blick in die Zukunft. Mal wirkt diese Zukunft real, mal wie ein schwer realisierbarer aber erstrebenswerter Wunsch, mal fiktiv. Die damit hervorgerufenen Emotionen sind genauso vielfältig, wie die Ansätze, die die Autoren verfolgen. Die aktuellen Bezüge zu einigen Beiträgen genauso erschreckend wie der stete Hinweis auf durchaus bekanntes, doch gern verleugnetes oder ignoriertes Wissen, weil bis jetzt immer alles doch irgendwie funktioniert hat.
Damit ist den Autoren zusammen mit den an der Verwirklichung des Projekts arbeitenden Schülerinnen und Schülern, ihrem Projektleiter und der Herausgeberin eine Mischung gelungen, die einerseits tatsächlich überraschend kurzweilig unterhält, andererseits zum Nachdenken anregt. Es ist eines der Bücher gelungen, die man durchaus schnell lesen kann, das aber mit Sicherheit wert ist, öfter in die Hand genommen und auch weitergereicht zu werden. Eines der Bücher, die man nicht einfach schnell wieder vergisst. Was vielleicht am meisten betroffen macht, sind die Geschichten der jüngsten Autoren. Der Umstand, wie viel Hoffnung die Welt im Heute ihnen offenkundig schon genommen zu haben scheint. Eine Welt, mit der die Menschheit nicht nur heute viel zu sorglos umgeht.
Tatsache ist, dass unser Verhalten sich ändern muss und Unsere Welt 2050 zeigt sehr deutlich warum. Nicht nur, um die darin angedeuteten Horrorszenarien noch irgendwie abzuwenden, sondern um Hoffnung in unseren Kindern zu erhalten, zu schüren oder gar wiederzuerwecken. Veränderung kann und muss im Kleinen beginnen. Vielleicht mit einer Geschichte aus diesem Buch.
Fazit
Ein schwieriges Thema sehr gut umgesetzt. Geschichten/Gedichte, die den Leser in eigenen Gedankengängen bestätigen und unterstützen, Widerworte hervorrufen und – das ist das Wichtigste – nachdenklich stimmen. Die gelungene Verwirklichung dieser Idee lässt auf weitere Projekte dieser Art hoffen. Für Unsere Welt 2050 möchte ich trotz der kleinen Anfängerfehler, die volle Punktzahl vergeben, da diese hier nicht ins Gewicht fallen (und selbst bei Vollprofis vorkommen können).
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in Erzählung & Novelle, zeitgenössisch, Anthologie, 5 von 5 Punkten | Keine Kommentare »
15.3.2011 von Ati.
Rose Marie Donhauser
draußen GENIESSEN
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN 978-3440125885
ISBN 3440128857
Kochbuch
Erstausgabe 2011
Umschlaggestaltung Gramisci Editorialdesign, München
Hardcover mit Lesebändchen, 160 Seiten
[D] 19,95 €
Zur Autorin bzw. dem Team, dem wir das Buch verdanken
Die Food- und Reisejournalistin Donhauser hat bereits über 100 Bücher veröffentlicht und ist damit keine ganz unbekannte Kochbuch-Autorin in Deutschland. Etliche ihrer Bücher wurden mit Medaillen oder Preisen ausgezeichnet. Sie ist gelernte Köchin, gibt Kochkurse und ist – laut Verlagsinfo – immer dem Genuss auf der Spur.
An ihrer Seite arbeitete Sven Dittmann als Foodstylist, Natascha Sanwald für Requisite und Ausstattung, Maria Gilg im kreativen Bereich und Alexander Walter als Fotograf.
Zum Buch / Meine Meinung
Es ist ja zugegebenermaßen noch etwas früh, an Picknicks und Gartenfeste zu denken. Kochen, Feiern und Schlemmen kann man jedoch das ganze Jahr – und sich Anregungen dazu in Kochbüchern holen natürlich auch. Und so kam es, dass das gerade im März 2011 erschienene draußen GENIESSEN vor mir liegt. Für die 19,95 Euro, die man für die Hardcoverausgabe bezahlen muss, bekommt man 160 gut gefüllte Seiten. Diese beinhalten neben 131 Farbfotos, zahlreichen Gelingtipps (zum Teil in den Fotos verpackt) auch 145 Rezepte sowie zusätzlichen Variationen aus den Bereichen Aufstriche & Butter, Dips & Soßen, Fisch & Meeresfrüchte, Fleisch oder Vegetarisches, Getränke, Grillen, Kuchen & Desserts, Picknick und Salate. Ein Inhaltsverzeichnis vorne, ein Themenregister sowie ein alphabetisches Rezeptregister hinten runden das Kochbuch genauso ab, wie jeweils doppelseitige Ausführungen zu den Themen Picknick, Büffet, Essen im Garten oder Gartenfeste oder Grillfeste.
Das Buch ist etwas größer als die ebenfalls gerade erschienenen Themenkochbücher und hat im Gegensatz zu deren abwischbaren und fingerabdruckresistenten Flexcovern einen stabilen Einband und ein Lesebändchen. Durch die Wahl des Einbandes wiegt es deutlich mehr, liegt aber immer noch gut in der Hand. Was gleich geblieben ist, ist der leicht erhabene Druck des Buchtitels und das „WIR ♥ KOCHEN“ auf der Vorder- und Rückseite des Buches. Und wie schon bei den Themenkochbüchern begeistert mich auch bei draußen GENIESSEN die gesamte Aufmachung. Das Cover zeigt einen gedeckten Tisch, dessen grüne Farbe automatisch an Frühling denken lässt. Fliederfarbene Blüten, ein weißer Lampion, weißes Geschirr und Besteck in verschiedenen Varianten - all das sorgt beinahe dafür, dass man ein Feuerzeug unters Thermometer halten will, damit es endlich nach oben geht. Innen wartet das Buch mit Vorsatzseiten in einem Signalviolett auf und weckt gleich darauf mit einem doppelseitig abgebildeten, halb fertig gedeckten Tisch weitere Sehnsüchte, die sich bei jedem gelesenen Rezept verstärken.
Zum Testen der Rezepttauglichkeit habe ich mir dieses Mal gleich das eingangs erwähnte Ratatouille mit gefülltem Tintenfisch sowie den auf Seite 56 und 57 abgebildeten Bulgursalat mit Tomaten und Paprika ausgesucht. Die Zutaten sind, wie beim allergrößten Teil der Rezepte im Buch, auch in dieser Jahreszeit leicht zu besorgen. Das Nachkochen bereitete ebenfalls keine Probleme – kurz gesagt: Es ging schnell und war lecker! Für morgen habe ich mir vorgenommen, ein paar Marzipanlöffel auf Vorrat zu backen, damit ich sie am Sonntag mit dem Espresso-Flip als Nachtisch präsentieren kann.
Die Rezepte sind sehr abwechslungsreich und wie bereits erwähnt, so gut erklärt, dass man sie leicht nachmachen kann. Was vielleicht – aber nicht zwingend – fehlt, ist eine Nährwert- und Kalorienangabe. Andererseits: Essen hat etwas mit Genuss zu tun und eine hohe Kalorienzahl kann eventuell allein schon beim Ansehen der Kalorienzahl vom Kochen abhalten … Das bedeutet jetzt übrigens nicht, dass es sich bei den im Buch enthaltenen Rezepten um die reinsten Kalorienbomben handelt.
Fazit
Leckere Rezepte in einem schön und liebevoll aufgemachten Kochbuch, die leicht nachzumachen sind. Noch dazu ist für so ziemlich jeden Geschmack etwas dabei - dafür gibt es fünf von fünf Punkten.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in 5 von 5 Punkten, Autoren A - D, Kochbuch | Keine Kommentare »
15.3.2011 von Ati.
Sara Grant
Neva
Originaltitel: Dark Parties
aus dem Englischen übersetzt von Kerstin Winter Pan-Verlag
ISBN 978-3426283486
ISBN 3426283484
Jugendbuch, Dystopie
Deutsche Erstausgabe 2011
Umschlaggestaltung Zero Werbeagentur, München
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 352 Seiten
[D] 16,99 €
Zur Autorin (Information der Verlagsseite)
Sara Grant wurde 1968 im amerikanischen Bundesstaat Indiana geboren, wo sie Journalistik und Psychologie studierte, bevor sie ihrem Mann nach London folgte; dort machte sie an der Universität den „Master in Creative and Life Writing“ und arbeitet seitdem bei einer Literaturagentur. Der Umzug nach England inspirierte sie zu ihrem ersten Roman: „Sowohl die USA als auch Großbritannien hadern mit Immigrationsthemen. Ich glaube daran, dass die Vielfalt uns stärker macht. Also stellte ich mir die Frage, was geschieht, wenn man Landesgrenzen schließt und sich vor fremden Menschen und fremden Gedanken abschottet. Mein Roman ist die Antwort darauf.“
Zum Buch
Der Schutzumschlag der deutschen Erstausgabe ist schlicht gehalten und dem Titel angepasst. Neva ist nicht nur der Name der Hauptfigur, er bedeutet Schneeflocke und solche finden sich auf dem Umschlag wieder. Sie sind genau wie der Titel glänzend aufgedruckt. Der Titel ist zusätzlich etwas erhaben abgebildet und bei Darüberstreichen deutlich fühlbar. Das Motiv zeigt das Profil eines jungen Mädchens auf grauem Grund, wobei die Haare sehr viel von ihrem Gesicht verdecken. Die Streifen, die sich ebenfalls auf dem Cover befinden und sich dort nicht nur durch den Titel ziehen, setzen sich im Inneren des Buches fort. Genau wie die Schneeflocken zieren sie beispielsweise die Kapitelanfänge. Alles in allem passt diese Gestaltung sehr gut zum Inhalt.
“Verliebt, verzweifelt, in größter Gefahr. Und verdammt mutig.
Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …”
Meine Meinung
Das Buch kam mit der Post und eigentlich wollte ich nur einen kurzen Blick hineinwerfen – es wurde ein Lesenachmittag daraus.
Die Inhaltsangabe gibt erfreulicherweise ziemlich genau wieder, worum es grob betrachtet in dem Buch geht – was ja heutzutage nicht immer der Fall ist. Auch das Cover passt – für mein Dafürhalten wie bereits erwähnt, sehr gut zum Inhalt. Die das Gesicht größtenteils verdeckenden Haare, die Streifen, die das Bild oder die Schrift etwas verwischt aussehen lassen. Gleichzeitig ist das Mädchen farbig dargestellt. Beides entspricht den Handlungsfäden der Geschichte. Neva will sich ihre Individualität bewahren. Heimatland – ein von einer gigantischen Kuppel geschütztes eigentliches Hightechland Land in der Zukunft auf dem Weg in die Vergangenheit – verblasst dagegen zunehmend. Die Menschen ähneln sich immer mehr, weil ihr Genpool durch Inzucht eingeengt wird. Die Ressourcen werden knapp, alles wird und wurde zu Tode recycelt. Die Individualität geht in einem Einheitsbrei an Vorschriften, Wiederholungen und Aufarbeitungen zugrunde. Während Letzteres ebenso wie die Ressourcenknappheit nachvollziehbar wirkt, scheint die Sache mit der Inzucht anhand des Zeitraumes der Geschichte etwas übertrieben. So etwas dürfte sich in zwei, drei Generationen noch nicht so stark bemerkbar machen. Doch dieses Detail stört nicht wirklich, zumal nicht klar wird, wie viele Bewohner Heimatland je hatte oder wie groß es ist.
Wer das Buch aufschlägt, landet sofort mitten im Geschehen. Die Autorin schreibt keine seitenlange Einführung, man weiß sofort, worum es geht. Neva, mit ihren 16 Jahren gerade volljährig geworden, handelt zusammen mit einigen Freunden gegen Heimatland. Sie ist es, die die Geschichte in der Gegenwartsform erzählt. Der Leser sieht also alles nur mit ihren Augen und weiß nur von ihren Gedanken und Gefühlen bzw. ihrer Interpretation der Handlungen und Gedanken aller anderen. Obwohl sie gerade erst am Anfang ihres Erwachsenenlebens steht, scheint es aufgrund der Vorhersehbarkeit bereits beendet. Zukunft weckt keine Hoffnung in ihr, sie wirkt beängstigend. So beängstigend, dass sie sich auflehnt, beispielsweise in dem sie sich (wie viele andere auch) ein Merkmal aussucht, dass sie von anderen abhebt. In ihrem Fall ist es eine tätowierte Schneeflocke, im Fall ihrer Freunde eine Narbe, ein gemaltes Motiv oder Ähnliches. Der eine trägt es auffällig, der andere eher versteckt. Neva zum Beispiel macht Letzteres. Sie entstammt einer der Gründungsfamilien von Heimatland. Dieses wurde im Jahr 2051 von der Außenwelt abgeschottet, nachdem der Terror überhandnahm. Niemand weiß, was außerhalb von Heimatland noch existiert.
Heimatland erwartet von seinen jungen Bewohnern brav zur Vermehrung der auf lange Sicht aussterbenden Bevölkerung beizutragen und die Arbeit zu tun, die man ihnen zuweist. Heimatland erwartet blinden Gehorsam und keine Fragen. Doch statt zu tun, was Heimatland von ihnen erwartet, rebellieren Neva und ihre Mitstreiter. Das geschieht durch kleinere Aktionen, in denen die Öffnung von Heimatland gefordert wird genauso wie durch das Gelübde, dass sie sich gegenseitig abgelegt haben und demzufolge sie keine Kinder in die Welt setzen wollen. Doch Heimatland sieht alles und hört alles, hält seine Bewohner absichtlich unwissend, füttert sie mit falschen Informationen und setzt seine Vorstellungen skrupellos abseits vom Bewusstsein des Hauptteils der Bevölkerung um. Noch nicht einmal die Regierungsmitglieder, wie etwa Nevas Vater, ahnen geschweige denn wissen alles.
Was als vielleicht noch ganz gute Idee begann, ist innerhalb weniger Jahre bzw. Jahrzehnte zu etwas geworden, was sich mit den überall auf der Welt zu findenden Unrechtsregimen vergleichen lässt. Unwillkürlich werden Erinnerungen an die Zeit wach, als Deutschland noch zweigeteilt und der Ostblock noch abgeschottet war. An die Zeit, als der Wunsch nach Freiheit zu harten Strafen, Gefängnis, Zwangsarbeit oder gar dem Tod führen konnte. Ob man den Blick nach Kuba oder in Staaten lenkt, in denen fanatisch-religöse Vorschriften das Leben begrenzen und reglementieren, überall gab und gibt es Menschen, die den Wunsch daraus auszubrechen bitter bezahlen mussten oder noch immer müssen.
Grant ist es in ihrem flüssig geschriebenen und gut zu lesenden Roman gelungen, die Atmosphäre dicht und düster zu malen, ohne den eigentlich omnipräsenten Bedrohungsteil durch die Regierung überhandnehmen zu lassen. Wer eine absolut dystopische Beschreibung hierzu erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Grants Roman dürfte zu den eher leiseren Vertretern dieses Genres gehören. Heimatland bleibt bei allem etwas verschwommen. Ein Widerspruch? Nicht wirklich. Die Autorin lässt sich nur bedingt über diese begrenzte Welt aus, geizt gewissermaßen mit Hintergrundwissen - was vielleicht daran liegt, dass Neva, und nicht die Protektosphäre, im Vordergrund steht. Doch auch sie und mit ihr alle Figuren werden eher skizziert als detailliert beschrieben. So zeigen sich Neva und ihre Freunde altersgerecht in ihrem Aktionismus, ihrer stellenweisen Unentschlossenheit oder Naivität. Sie wirken einfühlsam und sympathisch. Auch die erwähnten Erwachsenen agieren überaus überzeugend. Allen Figuren gemeinsam ist, dass sie nicht vorhersehbar sind. Wem man vertrauen kann und wer ein Verräter ist, offenbart sich nicht auf einen Blick. Und keiner hebt sich wirklich vom Einheitsgrau der Protektosphäre ab. Unglaubwürdig oder durchscheinend werden die Charaktere und der Handlungsort dadurch jedoch nicht. Gerade durch das Weglassen gewisser Details scheint die zunehmende Vereinheitlichung und das sich steigernde Verblassen der Individualität des Einzelnen betont zu werden. Die wachsende Resignation, die ansteigende Lähmung durch Angst, Aktionen und Reaktionen - all das wirkt authentisch.
Ohne Melodramatik beschreibt die Autorin Nevas Gefühlswelt, die den gleichen Raum wie die Bedrohungssituation einnimmt. Trotz, Rebellion, aufkeimende Verliebtheit in den Freund ihrer Freundin, damit verbundene Schuldgefühle. Die aufkeimende, eigentlich unmögliche Liebesgeschichte ist in ihrer Andeutung ebenfalls sehr gut in die Hoffnungslosigkeit der gesamten Geschichte verwoben. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund. Die wenigen innigen Momente, die Grants Hauptcharakter mit Braydon erlebt, erscheinen sehr innig und wirken angesichts der Umgebung und der damit verbundenen Schuldgefühle kostbar. Obwohl sich Neva dagegen wehrt, kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit denen von Braydon und Ethan, der Freund ihrer Kindertage, gerät ins Hintertreffen. Ein Ausweichen scheint aufgrund der räumlichen Begrenztheit unmöglich. Heimatland ist zwar tatsächlich ein größeres Land, doch die Menschen werden auf Anweisung der Regierung in wenigen Ballungsräumen zusammengedrängt.
Die Geschichte um Freundschaft, verliebt sein und Verrat, Trostlosigkeit und aufkeimende Hoffnung, Angst und Zuversicht, nimmt einen Verlauf, der es schwer macht, das Buch beiseitezulegen. Das Ende birgt Hoffnung und Hoffnungslosigkeit gleichermaßen in sich.
Fazit
Ein bedrückendes Buch, das sich nicht einfach nebenbei liest. Wenn der neue Trend im Jugendbuchbereich auch Dystopien mögen, so hätte ich doch in gewisser Weise Probleme, das Buch ohne Weiteres allen in der avisierten Altersgruppe zu empfehlen. Das liegt nicht daran, das Grant den Fokus auf Gewaltorgien oder ähnliches lenkt – das tut sie definitiv nicht. Doch das Buch ist – wie Dystopien eben sind - keine allzu leichte Kost und bekommt 5 von 5 Punkten.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in Dystopie/Endzeit, 5 von 5 Punkten, Autoren E - H, All Age, Kinder- & Jugendbuch, Roman | Keine Kommentare »
14.3.2011 von Ati.
Pia Schneider & Stella Bernheim
Bibliothek der Orakel – Band 1 - Kipper
ISBN 978-3868267259
Pia Schneider & Ruth Kendell
Bibliothek der Orakel – Band 2 – Engel-Karten
ISBN 978 – 3868267266
Königsfurt-Urania Verlag GmbH
Esoterik
Neuausgaben 2011
Sets mit Buch & Karten im stabilen Umkarton
Broschiert, 160 Seiten
[D] je 14,99 €
Zu den Sets – Meine Meinung:
Wenn es um Lebensberatung und Spirituelles geht, ist man beim Königsfurt-Urania Verlag genau richtig. Der Verlag bringt seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit Bücher und Karten oder Bücher-Karten-Sets heraus, die sich diesen Themen widmen.
2011 erscheint nun die Bibliothek der Orakel. Bisher sind sieben Ausgaben zu 14,99 € geplant. Jede dieser Ausgaben besteht aus einem stabilen Umkarton, der ein 160 Seiten starkes Buch sowie ein Extra zu dem beschriebenen Thema enthält.
Nachdem im Februar diesen Jahres bereits die ersten beiden Bände der Bibliothek der Orakel erschienen sind (Band 1 Kipper, Band 2 Engel-Karten – auf die ich im Anschluss noch näher eingehen möchte), sollen im März und April die übrigen Bände folgen. Sie behandeln die Themen Tarot, Runen, Lenormand, Pendeln und Traumdeutung in der genannten Reihenfolge.
Die Themenstellungen sind allesamt althergebracht ist und erfreuen sich seit Jahren stetiger bzw. wachsender Beliebtheit. Ob man nun daran glaubt oder lieber schöne Karten oder Pendel und Runensteine sammelt und gleichzeitig ein paar Hintergrundinformationen möchte, Neuling oder Profi ist – man wird mit Sicherheit nicht von dieser Reihe enttäuscht.
In gewohnter Königsfurt-Urania-Manier ist die Ausarbeitung der einzelnen Sets. Die stabilen Umkartons der beiden ersten Bände sind im Format mit 22,4 x 14,8 x 4,2 cm etwas größer als die 14 x 21,5 cm gehaltenen Bücher. Band1 ist in einem dunklen Aquamarin, Band2 in einem dunklen Violett gehalten. Die Verzierungen um das Covermotiv mit je drei aufgefächerten Karten sind hochglänzend silber- (Band1) bzw. goldfarben (Band2). Die Schmalseiten der Kartons sind – jedoch beidseitig – wie Buchrücken aufgemacht und zeigen jeweils eine der in den Sets enthaltenen Karten. Die Schrift ist hier teilweise minimal gewölbt.
Bei beiden Ausgaben war Pia Schneider als Autorin beteiligt, die bereits zahlreiche Bücher zu diesen Themen verfasst hat; für Kipper wurde zusätzlich Stella Bernheim; für die Engel-Karten Ruth Kendell als Experte hinzugezogen.
Die 160 Seiten starken, im Set enthaltenen Bücher weisen jeweils das gleiche Covermotiv wie der Umkarton auf. Sie sind auf stabilem Mattglanzpapier gedruckt und liebevoll aufwendig durch teilweise ganzseitige Illustrationen und Dekoornamente gestaltet. Sie beinhalten Anleitungen zum Gebrauch der als Extras beigefügten Kartendecks und eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Karten (Spielkartengröße). Durch die sehr gut umsetzbaren Anleitungen sind die Kartendecks nicht nur für Profis, sondern auch für Anfänger geeignet.
Die 36 Kipperkarten sind im Biedermeierstil aufgemacht und durch ihre Bilder und Symbole sehr markant. Die Darstellungen sollen jedoch trotz aller wahrsagerischen Deutungsmöglichkeiten allein durch Betrachtung eher persönliche Erinnerungen, Vorstellungen und Erwartungen des Ratsuchenden hervorrufen. Es sind keine reinen Wahrsagekarten, wie oftmals angedeutet wird – das wird im Buch erläutert. Das Kipperdeck bieten mit 30 Situations- und 6 Personenkarten ungleich mehr Handlungsraum, wenn traditionelle und moderne Symboldeutung ins Spiel kommt.
Von den im Stil von Ikonenmalerei gehaltenen Engelkarten sind 32 im Set. Jede stellt einen bestimmten Engel dar, der auf aus dem 19. Jahrhundert stammenden esoterisch-theosophischen Traditionen zurückgeht. Die Motive sind liebevoll und etwas detaillierter als die Kipperkarten ausgestaltet. Es sind Energiekarten, die sich mit unseren Emotionen befassen.
Fazit:
Wer mit welchen Karten am liebsten arbeitet, ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Karten sprechen ihren Besitzer an – oder tun es nicht. Die langjährige Erfahrung des Verlags und der Autorinnen in diesem Bereich, die liebevolle Gestaltung der Kartendecks wie der Bücher, die nachvollziehbaren Informationen in den Büchern – all das macht die ersten beiden Bände der Bibliothek der Orakel zu einer kleinen Augenweide und etwas praktisch Umsetzbarem.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in 5 von 5 Punkten, Fach- & Sachbuch, Esoterik | Keine Kommentare »
14.3.2011 von Ati.
Anne Plichota & Cendrine Wolf
Oksa Pollock – Die Unverhoffte
Originaltitel: Oksa Pollock – L’Inespérée
aus dem Französischen übersetzt von Bettina Bach und Lisa-Maria Rust
Friedrich Oetinger GmbH
ISBN 978-3789145025
ISBN 3789145025
Jugendbuch, Fantasy, 12 – 13 Jahre
deutsche Erstausgabe 2011 Umschlaggestaltung Jonas Schenk
gebundene Ausgabe, 590 Seiten
[D] 19,95 €
Zum Autorenteam und dem Weg ihres Buches zu den deutschen Lesern
Zwei Bibliothekarinnen haben die Geschichte um Oksa Pollock aus der Taufe gehoben. Cendrine Wolf wurde 1969 im Elsass geboren und ist nach ihrer Ausbildung zur Sportlehrerin und besagter Bibliothekarinnentätigkeit heute freiberufliche Autorin. Anne Plichota wurde 1968 in Frankreich geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften, lebte einige Jahre in Asien und ist heute noch als Bibliothekarin tätig.
Das Manuskript wurde ursprünglich im Selbstverlag verlegt und erlitt dank engagierter Fans nicht Schiffbruch, wie so viele Bücher unbekannter Autoren. Dass in Frankreich stolze 14.000 Exemplare davon verkauft wurden, haben die Autorinnen nicht nur ihrem Schreibstil, sondern auch ihrer Fangemeinde zu verdanken. Der zunächst kleine, begeisterte Lesekreis, ist mittlerweile zu einem Fanklub mit mehreren Tausend Mitgliedern angewachsen (und auch nach Deutschland übergeschwappt). Einer dieser Fans – der damals 14jährige Fanklubsprecher - reagierte, als die beiden Jungautorinnen 2009 aus Kostengründen nicht an der Pariser Jugendbuchmesse teilnehmen konnten. Er schrieb einen erbosten Brief an Pressestellen und Verlage. Seine Worte fanden Gehör und der XO-Verlag reagierte noch im gleichen Jahr mit einem entsprechenden Angebot an die Autorinnen. Der Verlag startete die Erstauflage von Oksa Pollock – L’Inespérée mit 50.000 Exemplaren. Und – nur ein Jahr später geisterte Oksa Pollock auch in Deutschland durch die Nachrichtenagenturen beziehungsweise ist bei uns im Buchhandel zu finden.
Zum Buch / Meine Meinung
Ein junges Mädchen ziert das Cover des blau gehaltenen Buches. Ein paar Pflanzenranken sind um sie herum und ein kleines Feuer befindet sich in Oksas Hand. Sie lächelt verschmitzt. Die Inhaltsangabe verrät Folgendes:
„Doch heute Morgen war alles anders … Ein Traum war in ihr echtes Leben eingedrungen. Ihre verbrannten Finger erinnerten sie schmerzhaft daran. Oksa hatte sich oft gewünscht, solche Dinge wie heute Nacht zu tun. Aber als der Traum Realität geworden war, hatte sie einfach nur furchtbare Angst gehabt.
Eigentlich macht Oksa Karate und ist die Schnellste auf den Inlinern. Und in ihren Träumen ist sie eine Ninjakämpferin, die es mit dem fiesen Klassenlehrer Mc Graw aufnehmen kann. Doch als sie eines Tages feststellt, dass sie ungeahnte Fähigkeiten hat, ist Oksa außer sich. Warum erfährt sie erst jetzt von dem Familiengeheimnis, das sie vor die unglaublichste Herausforderung ihres Lebens stellt und sie außerdem noch in allergrößte Gefahr bringt?“
Auf 590 Seiten kann der Leser in die Anfänge von Oksas Welt eintauchen, die sich von heute auf morgen verändert. Es handelt sich bei Oksa Pollock – Die Unverhoffte um den Auftaktroman, dem zumindest in Frankreich schon mal fünf weitere Bände folgen sollen. Die Idee dazu ist nicht unbedingt neu – es geht, wie in so vielen Büchern auch in dieser neuen Buchreihe, um den uralten Kampf Gut gegen Böse, Vertreibung aus dem Paradies und Rückkehr in dasselbe. Und das alles dank eines bis dahin normalen Menschen, der seine übernatürlichen Fähigkeiten entdeckt. Es gibt, wie so oft, eine uralte Prophezeiung. Und obwohl es diverse Ähnlichkeiten zu anderen Fantasygeschichten gibt, wurde dank Plichota und Wolf alles erfrischend anders verpackt.
Die Geschichte spielt größtenteils in England in der Gegenwart, doch könnte sie auch an jedem beliebigen anderen Ort stattfinden. Denn genau genommen geht es um eine in der realen Welt angesiedelte, abseits des verlorenen Paradieses liegende, fantastische Szenerie. Der Roman beginnt im Prolog mit Oksas Geburt und macht dann im ersten Kapitel einen Sprung nach England und startet 13 Jahre später. Der größte Teil des ersten Bandes wird aus Oksas Sicht (aber nicht von ihr) erzählt. Zusätzliche Perspektiven bieten Passagen, die sich etwa um ihre Großmutter (und mit ihr um Edefia) drehen.
Oksa entdeckt kurz nach ihrem Umzug von Frankreich nach England, dass mit ihr etwas nicht stimmt und bald darauf, dass der Großteil ihrer Familie und sogar der eine oder andere aus dem Freundeskreis ebenfalls nicht ganz so ist, wie sie bisher dachte. Darüber hinaus lernt sie Wesen kennen, von deren Existenz sie nichts ahnte, die aber genau genommen immer in ihrer unmittelbaren Umgebung waren.
So haben die Autorinnen liebenswert-komische Plemplems in die Geschichte geschrieben, deren Sprache eindeutig an … sagen wir … sehr kostengünstige Übersetzungssoftware aus Asien erinnert. Da gibt es Goranovs – das sind Pflanzen, die so hysterisch sind, dass sie bei der kleinsten Kleinigkeit in eine für sie gnädige Ohnmacht versinken und für die Flugzeuge die reinste Folter sind. Das sind nur zwei der vielen Kreaturen, deren Bekanntschaft Oksa mit ihrem Freund Gus (den ebenfalls ein Geheimnis umgibt) fortan macht. All diese Wesen haben gemeinsam, dass sie sprechen können und genau wie ihre Großmutter und etliche Flüchtlinge gehören sie zu der Gruppe Rette-sich-wer-kann aus Edefia – einer Parallelwelt der uns bekannten Erde. Die noch dort leben sind im Da-Drinnen, während normale Menschen im Da-Draußen sind. Überhaupt sind viele Begriffe in der Geschichte recht wörtlich zu nehmen, was für amüsiert zuckende Mundwinkel sorgt. Jeder, der mit Oksa in Verbindung steht, hat eine eigene Geschichte, die deutlich wird, ohne von Oksa abzulenken. Alle sind so herausgearbeitet, dass sie – ohne eine wirklich tragende Rolle einzunehmen – nicht nur blasse Nebenfiguren sind.
Abgesehen davon muss Oksa auch feststellen, dass sie seltsame Dinge kann. Etwa Gegenstände bewegen, ohne sie anfassen zu müssen. Schweben, Feuer entfachen, ja in gewisser Weise sogar auf das Wetter einwirken. All das und noch einiges mehr. Dass alles sich an der Schwelle zu ihrer Pubertät bemerkbar macht, erleichtert die Sache trotz einer gewissen Unterstützung durch Gus und ihre Familie nicht gerade. Dass es offenbar allein an ihr liegt, Edefia und die Rette-sich-wer-kann zu retten, tut ein übriges. Die neuen Fähigkeiten fliegen ihr förmlich zu und sie sperrt sich nicht gegen sie. Oksa präsentiert sich aufbrausend, zickig, teilweise unbeholfen und oftmals unbeherrscht, überaus neugierig, oft vorschnell und bisweilen erschreckend enervierend – also eigentlich wie jeder halbwegs normale Teenie. Da sie jedoch diese besonderen Fähigkeiten entwickelt, gerät das eine oder andere, was sie macht, schon mal außer Kontrolle. Es ist überaus verlockend, ihre Kräfte einzusetzen und unendlich schwer, die dadurch gewonnene Macht nicht zu missbrauchen. Was unsympathisch wirken könnte, hätten die Autorinnen es nicht gleichzeitig geschafft, ihre Hauptfigur kindlich liebenswert und verletzlich zu zeichnen. Beides zusammengenommen macht den Charakter glaubwürdig.
Bei der Fülle an Informationen, die im ersten Oksa-Pollock-Teil auf den Leser einstürmen, kommt der rote Faden fast zu kurz, geht allerdings nicht völlig unter. Der Weg zur letzten Seite ist das eine oder andere Mal etwas vorhersehbar, bietet jedoch gleichzeitig auch Abwechslung. Dennoch leidet das eine oder andere Mal die Spannung ein wenig. Die verwendeten magischen Elemente sind nicht übertrieben dargestellt und lesen sich sehr angenehm. Die Charaktere sind klar gezeichnet, die Atmosphäre ist dicht aufgebaut. Gleichzeitig lässt sich das Buch flüssig lesen und man lernt Oksa, Gus und ihre Familie kennen; bekommt darüber hinaus unzählige Hinweise auf das verlorene Edefia. Stück für Stück wird zusätzlich von der ersten Seite an eine Gefahrensituation aufgebaut, ein Gegenpart in Form eines ebenfalls aus Edefia entkommenen Aufständischen bzw. dessen Nachkommen.
Wie bereits erwähnt, ist die Geschichte flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Der augenzwinkernde Touch, mit dem Plichota und Wolf die Handlungsfäden spinnen und ihre Charaktere sprechen lassen, unterscheidet Oksa Pollock – Die Unverhoffte von anderen Geschichten. Kampfszenen gibt es aufgrund der vorhandenen Bedrohung zwar durchaus, allerdings sind sie durch die Auswahl der Oksa und den Rette-sich-wer-kann zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln eher amüsant zu lesen. Die stellenweise sehr kindlich gezeichnete Fantasiewelt der Autorinnen hat hier erfreulicherweise eindeutig über die in die Geschichte verwobene Bedrohungssituation gesiegt. Das Buch kann deshalb für mein Dafürhalten auch getrost an jüngere Leser weitergegeben oder vorgelesen werden.
Fazit
Wie sage ich es? Ein überaus augenzwinkernder Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe? Ja, ich denke das trifft es. Der Humor kommt in dieser Geschichte genauso wenig zu kurz wie die Fantasie. Oksa Pollock – Die Unverhoffte ist ein gelungener Auftaktroman zu einer Reihe, die es nicht nur aufgrund des offenen Endes weiterzuverfolgen lohnt und für den ich 4,5 von 5 Punkten vergeben möchte.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in Autoren U - Z, 5 von 5 Punkten, Autoren M - P, Abenteuer, Fantasy & Horror, All Age, Kinder- & Jugendbuch, Roman | Keine Kommentare »
13.3.2011 von Ati.
Cornelia Schinharl
Tomaten - Schätze aus dem Garten
Franckh Kosmos Verlags-GmbH
ISBN 978-3440125939
ISBN 3440125939
Kochbuch
Deutsche Erstausgabe 2011
Umschlaggestaltung Gramisci Editorialdesign, München
Flexcover, 144 Seiten
[D] 14,95 €
Zur Autorin
Obwohl sie bereits über 50 Bücher veröffentlicht hat und damit zu den im deutschsprachigen Raum erfolgreichsten Kochbuch-autorinnen zählt, etliche Auszeichnungen erhalten hat und als leidenschaftliche Köchin exotische Gerichte genauso schätzt wie bodenständige, dabei aber die mediterane Küche bevorzugt, ist Cornelia Schinharl nur eine der Akteure, die an der Verwirklichung des Buches mitgewirkt haben.
Neben ihr wurden verschiedene Personen tätig. Unter anderem Natascha Sanwald, die seit Jahren als Wohn- und Ein-richtungsstylistin tätig ist und im Fall des vorliegenden Buches für Requisite und Ausstattung zuständig war. Michael Pannewitz und Simon Phillip Kresse, beides gelernte Köche, setzten die gekochten Gerichte als Foodstylisten gekonnt in Szene. Diese wiederum wurde von Alexander Walter fotografiert. Er war bereits bei über 40 Fach- und Kochbüchern für die optische Konzeptumsetzung verantwortlich und ist ebenfalls begeisterter Koch.
Zum Buch / Meine Meinung
Genau wie die übrigen Bände der Themenreihe des Kosmos-Verlages ist auch das Buch Tomaten – Schätze aus dem Garten liebevoll gestaltet. Das Flexcover (21,8 x 18,8 x 1,4 cm) präsentiert sich fingerabdruckresistent und abwischbar. Das Covermotiv zeigt vorne Tomaten in und um eine Schale, hinten auf einem Schneidbrett mit einem Messer und etwas grobem Salz. Das alles vor einem dunklen Hintergrund bzw. auf dunkler Arbeitsfläche. Die Schrift des Titels ist genauso wie das goldfarbene Band um den ersten Buchstaben etwas erhaben gedruckt. Was außen so vielversprechend beginnt, setzt sich innen fort. Passend zum Thema Tomaten wurden rote Vorsatzseiten gewählt. Auf den restlichen Seiten dreht sich alles um die überwiegend rote Köstlichkeit.
Es gibt sie ja, praktischerweise. Kochbücher, in denen auf ein Thema eingegangen wird. Und mit Tomaten – Schätze aus dem Garten hat man – wie der Titel es schon verrät - ein solches vor sich. Kein mühseliges Zusammensuchen von Rezepten, wenn die Zeit naht, in der im Garten oder auf dem Balkon alles auf einmal rot wird.
Dabei gibt die Autorin nicht einfach leckere Rezepte wieder (ich habe gerade den pikanten Tomatensalat mit Avocado und Garnelen und gestern die Bandnudeln mit Safrantomaten und Ziegenkäse probiert und freue mich schon darauf, die übrigen Rezepte nachzukochen), sondern lässt sich auch über Tomatensorten, Tomatenpflanzen und ihre Pflege oder etwa frische und konservierte Tomaten aus. Die Rezepte sind zudem mit Tipps ausgestattet, die das Gelingen erleichtern. Diese finden sich teilweise in einem der 126 Fotos, die zum einen die Arbeitsschritte deutlich machen und zum anderen dafür sorgen, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft.
Praktischerweise braucht man für die Rezepte Zutaten, die leicht oder mit geringem Aufwand zu besorgen sind (Lavendelhonig gibt es ja nicht überall, aber man bekommt ihn). Die Rezepte sind abwechslungsreich, leicht nachzukochen oder nachzumachen, denn neben Vor- und Hauptspeisen, Soßen, Suppen, Eintöpfen, Eingelegtem oder Konfitüren findet man auch Getränkerezepte. Vegetarische Rezepte und solche mit Fisch oder Fleisch sorgen dafür, das für jeden etwas dabei sein dürfte.
Fazit
83 Rezepte, die sich auch dank der Fotos leicht umsetzen lassen. Ob nun rot, gelb, grün oder schwarz, länglich, oval, geteilt oder kugelrund – die Vielfalt der Tomaten wurde in diesem Buch treffend aufgezeigt und liebevoll detailliert umgesetzt. Insoweit ist das Buch nicht nur für diejenigen, die gerne kochen, sondern auch für Kochbuchsammler etwas. Dafür gibt es fünf von fünf Punkten.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in Buch- & Sammelreihe, 5 von 5 Punkten, Autoren Q - T, Kochbuch | Keine Kommentare »
12.3.2011 von Ati.
Kai Meyer
Arkadien brennt
Carlsen
ISBN 978-3551582027
ISBN 3551582025
Fantasy
deutsche Erstausgabe 2010
Umschlaggestaltung unimak, Hamburg
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 400 Seiten
[D] 19,90 €
Zum Autor
Der 1969 geborene, im Rheinland aufgewachsene Kai Meyer ist auf dem deutschen Buchmarkt längst nicht mehr wegzudenken und – da seine Bücher in mehr als zwei Dutzend Sprachen übersetzt werden – auch international kein Unbekannter. Bevor er hauptberuflich mit Schreiben begann, studierte er mehrere Semester Film, Philosophie und Theater und arbeitete als Journalist und Filmkritiker. Seit 1995 ist er als freier Autor tätig.
Nachdem er sein erstes Buch im Alter von 23 Jahren veröffentlichte, erscheinen spätestens seit 1993 jährlich mindestens eine, meist aber mehrere Veröffentlichungen. Ein Teil davon kam unter dem Pseudonym Alexander Nix auf den Markt. Zählt man alles zusammen, kommt man bis Anfang 2011 auf etwa 50 Titel. Er wurde für diverse Preise nominiert und erhielt mehrere Auszeichnungen. Auf seinen Büchern basierend gibt es auch Comics, Filme oder Hörspiele.
Zum Buch / Meine Meinung
Arkadien brennt ist der zweite Band einer Reihe. Der erste heißt „Arkadien erwacht“, der dritte soll im Sommer 2011 folgen. Ob es danach weiter geht, ist derzeit anscheinend noch offen.
Der Schutzumschlag zeigt einen brennenden Himmel, die Skyline einer Großstadt und als eher dunkle Schatten mehrere Raubkatzen und eine Schlange sowie ein paar Bäume. Einige Ranken sind eingefügt (die sich innen auf der Titelseite wiederholen). Die Schrift des Titels ist in Hochglanz und erhaben gedruckt. Dazu passend bietet der Band neben orangefarbenen Vorsatzseiten auch ein gleichfarbiges Lesebändchen. Die Geschichte selbst ist in kurze Kapitel gegliedert, wobei jeder Kapitelanfang wieder mit den Ranken des Umschlagmotivs verziert ist.
Obwohl es sich eindeutig um eine Fortsetzung handelt, könnte man rein theoretisch auch mit Band 2 beginnen, da dort genügend Informationen zum bisherigen Geschehen zusammenfasst eingeflochten sind.
Inhaltlich lebt der im ersten Band erwachte Arkadienmythos weiter.
„Menschen, die sich in Raubtiere verwandeln. Blutfehden zwischen Mafiaclans. Die verbotene Liebe zu Alessandro …
Rosa braucht dringend Abstand zu den Ereignissen auf Sizilien. Auf den Spuren ihres alten Lebens reist sie zurück nach New York. Aber auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. Die mächtigen Stellvertreter der amerikanischen Clans machen Jagd auf sie. Dann findet Rosa beunruhigende Details über ihre Vergangenheit heraus. Und über ihren toten Vater. Aber warum spielt dabei immer wieder Alessandro eine Rolle? In Rosa keimt ein schrecklicher Verdacht …“
In mir auch … Obwohl ich ja eindeutig nicht mehr in die anvisierte Zielgruppe passe und Meyers Erzählstil im ersten Band die eine oder andere Länge für mich barg – hege ich den Verdacht, dass ich auch um den dritten Arkadienteil nicht herumkomme. So simpel die Geschichte auf den ersten Blick wirkte, so spannend und abwechslungsreich setzt Meyer sie um. Seine Charaktere sind gewachsen und glaubwürdig, der rote Faden, der sich durch seine Arkadien-Reihe zieht, ist auffällig und interessant, die Atmosphäre so dicht, dass man leicht eintauchen kann – sowohl in das „reale“ wie auch das „fantastische“ Geschehen.
Arkadien brennt schließt unmittelbar an „Arkadien erwacht“ an, dennoch wirken Rosa und Alessandro etwas erwachsener als im ersten Band. Auch jetzt wird alles aus Rosas Sicht erzählt., allerdings nicht von ihr selbst. Sie steht im Vordergrund bzw. um sie herum geschieht alles.
Man erfährt nicht nur Neues über die bereits bekannten oder dazukommenden Charaktere, über die man sich recht schnell ein klares Bild machen kann. Sie haben Fehler und Schwächen und sind nicht einfach nur gut oder nur böse. Man dringt darüber hinaus tiefer in das Geheimnis ein, das Rosas Leben für sie bereithält. Und wird immer wieder auf das aus Band eins bekannte Trauma gelenkt. Dies alles geschieht peu au peu und man wird dadurch automatisch weiter durch die Geschichte gelockt, ohne je alles zu erfahren. Wenn man glaubt, ein Geheimnis gelöst zu sehen, stellt man schnell fest, dass sich ein anderes auftut. Statt Licht ins Dunkel zu bringen, bläst auf einmal ein scharfer Wind, der die Kerze der Erleuchtung verlöschen lässt. Weitere Komplikationen tauchen auf und das Netz aus Intrigen, Geheimnissen und Verrat scheint dichter und dichter. All das sorgt dafür, dass die Spannung unausweichlich steigt.
Ein gut verwobener, sich jedoch nicht in den Vordergrund drängender Handlungsstrang, ist die Verbindung von Rosa und Alessandro. Die Szenen, die sie als Paar betreffen, sind eher kurz, dafür aber innig gehalten. Von allen Seiten schlagen ihnen Probleme entgegenschlagen und sie müssen sogar umeinander fürchten. Dass Alessandro etwas vor ihr verbergen könnte, erleichtert die Sache auch nicht gerade. Doch macht Meyer kein üblicherweise gezeichnetes Drama daraus, er lässt Rosa und Alessandro diese Situation stark er- und durchleben.
Dass er mit seinen Figuren nicht sehr zimperlich umgeht, hat er bereits im ersten Band bewiesen. Dass er das, was er seinem jugendlichen Zielpublikum zumutet, gut umsetzt, allerdings auch. Er erzählt die Geschichte und geht auf die Gefühle seiner Charaktere ein, liefert Denkanstöße, ohne zu belehren und schafft es gleichzeitig, die Geschichte nicht daran hängen bleiben zu lassen. Meyer schafft es, brutale Szenen zu beschreiben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.
Arkadien brennt beinhaltet Gewalt und Verrat, Geheimnisse und Intrigen, und ist damit trotz der Liebesgeschichte kein Friede-Freude-Eierkuchen-Jugendbuch. Aber eines, in dem der Autor seinen Figuren so viel Leben eingehaucht hat, dass man automatisch mit ihnen mitfiebert, -leidet und –denkt. Obwohl dieser zweite Band etwas düsterer als der erste ausgelegt ist, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Und zusammen mit Rosas Beziehung zu Alessandro hat der Roman damit alles, was ein gutes (Jugend-)Buch braucht.
Fazit
Gelungene Fortsetzung, die eindeutig Lust auf den Folgeband macht. Meyer fesselt nicht nur durch eine interessante Idee, er setzt sie auch überaus wortgewandt und spannend um, weshalb ich fünf von fünf Punkten vergeben möchte.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in 5 von 5 Punkten, Buch- & Sammelreihe, Autoren M - P, All Age, Kinder- & Jugendbuch, Fantasy & Horror, Roman | Keine Kommentare »
11.3.2011 von Ati.
Reinhard Hess
Garten- und Wildkräuter
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH
ISBN 978-3440125908
ISBN 3440125904
Kochbuch
Ausgabe 2011
Umschlaggestaltung Gramisci Editorialdesign, München
Flexcover, 144 Seiten
[D] 14,95 €
Zum Autor oder den Akteuren, die an der Fertigstellung des Buches mitgearbeitet haben
Auf dem Kochbuchmarkt ist Reinhardt Hess längst kein Unbekannter mehr. Bei über 50 Koch- und Weinbüchern hat er federführend oder aktiv mitgearbeitet. Bevor er sein Hobby zum Beruf machte, studierte er Ökologie. Danach war er als Journalist für Essen und Wein und Redakteur in Natur- und Kochbuchverlagen tätig. Heute ist er selbstständig und seine Bücher wurden nicht nur in andere Sprachen übersetzt, sondern auch mit diversen Medaillen ausgezeichnet.
Was er gekocht hat, wurde von Michael Pannewitz, der seit einem Jahrzehnt Gerichte so in Szene setzt, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft, arrangiert. Der gelernte Fotograf und ehemalige Berufskoch, disponierte die im Buch abgebildeten Gerichte zusammen mit dem ebenfalls als Koch und Foodstylist tätigen Simon Phillip Kresse. Für das Ambiente war Natascha Sanwald zuständig, die als Stylistin für Wohnung- und Einrichtungsmagazine tätig ist.
Die Fotos wurden von Alexander Walter, der seit zwei Jahrzehnten im Auftrag renommierter Verlage und internationaler Agenturen arbeitet, gefertigt. Unter anderem hat er an über 40 Fach- und Kochbüchern mitgewirkt. Auch er ist leidenschaftlicher Hobbykoch und genießt gerne.
Zum Buch / Meine Meinung
Eindeutig – aber nicht nur – etwas für Sammler. Das gerade auf den Markt gekommene Garten- und Wildkräuterbuch (Schätze aus der Natur) aus der Themenkochbuchreihe des Franckh-Kosmos-Verlages ist bereits rein optisch ein kleiner Leckerbissen.
Die liebevolle Aufmachung fällt als erstes in Auge, noch bevor man das Buch überhaupt aufschlägt. Das Flexcover im Format 21,8 x 19,3 x 1,5 cm ist matt glänzend. Das Hauptmotiv vorne ist ein Kräuterstrauß in einem Gefäß, hinten Kräuter auf einem Schneidbrett, wobei im Hintergrund ebenfalls ein Kräuterstrauß zu sehen ist. Der Titel Garten- & Wildkräuter ist zusammen mit einem goldfarbenen Band auf dem „Schätze der Natur“ zu lesen ist und das sich auf allen Büchern der Themenreihe findet, erhaben gedruckt, was meine Fingerspitzen für gewöhnlich allein beim Darüberfahren schon kribbeln lässt und mich auf den Inhalt neugierig macht. Ganz unten findet sich, vorne wie hinten, der Spruch „WIR ♥ KOCHEN“, wobei das Herzchen ebenfalls erhaben gedruckt ist.
Schlägt man das Buch auf, findet man (vorne und hinten) farbige Vorschaltseiten in Maigrün. Trotz der 107, teils im Seitenformat abgebildeten, Fotos bleibt genügend Platz für 63 Rezepte und zahlreiche Tipps für ein sicheres Gelingen. Diese befinden sich zum Teil in einer Art Sprechblasen in den Fotos. Daneben wird jedoch auch auf Wild- und Gartenkräuter näher eingegangen. Sie werden beispielsweise in ihrer Wirkweise beschrieben, wo man sie wie am besten sammelt und frisch verwendet oder konserviert. Egal ob es um bittere oder süße, heimische oder exotische, blühende oder grüne Kräuter geht – für alles gibt es ein Rezept und zwischendurch immer etwas Interessantes. Wussten sie zum Beispiel, dass es westlich von München ein Pfefferminzmuseum gibt?
Unterhaltsames und Wissenswertes mischt sich mit den leicht nachzukochenden oder nachzumachenden Rezepten. Diese sind gut beschrieben und verlangen abgesehen von den Wildkräuter „normale“ Zutaten, die man überall bekommt. Aus frisch gemachter Erfahrung kann ich sagen, dass die Zucchinibällchen oder der Gemüsetopf aus der Mancha lecker schmecken und ich mich jetzt schon auf die Suche nach den Wildkräutern freue, mit denen ich dann die entsprechenden Rezepte umsetzen kann.
Fazit
Mit Garten- & Wildkräuter hat man nicht nur ein sehr dekoratives und liebevoll gestaltetes Kochbuch im Regal, sondern auch eine praktische, leicht umsetzbare Anleitung zum Kochen in der Hand. Egal ob Vorspeise, Suppe, Hauptgericht, Nachspeise oder Cocktail. Hier ist für jeden etwas dabei und deshalb gibt es fünf von fünf Punkten.
Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)
Geschrieben in Buch- & Sammelreihe, 5 von 5 Punkten, Autoren E - H, Kochbuch, Fach- & Sachbuch | Keine Kommentare »