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Archiv der Kategorie Esoterik

Schneider & Bernheim: Bibliothek der Orakel Band 1 / Schneider & Kendell: Bibliothek der Orakel Band 2

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Pia Schneider & Stella Bernheim
Bibliothek der Orakel – Band 1 - Kipper

ISBN 978-3868267259

 

Pia Schneider & Ruth Kendell
Bibliothek der Orakel – Band 2 – Engel-Karten

ISBN 978 – 3868267266

 

Königsfurt-Urania Verlag GmbH
Esoterik
Neuausgaben 2011
Sets mit Buch & Karten im stabilen Umkarton
Broschiert, 160 Seiten
[D] je 14,99 €

 

Verlagsseite

 

Zu den Sets – Meine Meinung:

 

Wenn es um Lebensberatung und Spirituelles geht, ist man beim Königsfurt-Urania Verlag genau richtig. Der Verlag bringt seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit Bücher und Karten oder Bücher-Karten-Sets heraus, die sich diesen Themen widmen.

 

2011 erscheint nun die Bibliothek der Orakel. Bisher sind sieben Ausgaben zu 14,99 € geplant. Jede dieser Ausgaben besteht aus einem stabilen Umkarton, der ein 160 Seiten starkes Buch sowie ein Extra zu dem beschriebenen Thema enthält.

 

Nachdem im Februar diesen Jahres bereits die ersten beiden Bände der Bibliothek der Orakel erschienen sind (Band 1 Kipper, Band 2 Engel-Karten – auf die ich im Anschluss noch näher eingehen möchte), sollen im März und April die übrigen Bände folgen. Sie behandeln die Themen Tarot, Runen, Lenormand, Pendeln und Traumdeutung in der genannten Reihenfolge.

 

Die Themenstellungen sind allesamt althergebracht ist und erfreuen sich seit Jahren stetiger bzw. wachsender Beliebtheit. Ob man nun daran glaubt oder lieber schöne Karten oder Pendel und Runensteine sammelt und gleichzeitig ein paar Hintergrundinformationen möchte, Neuling oder Profi ist – man wird mit Sicherheit nicht von dieser Reihe enttäuscht.

 

In gewohnter Königsfurt-Urania-Manier ist die Ausarbeitung der einzelnen Sets. Die stabilen Umkartons der beiden ersten Bände sind im Format mit 22,4 x 14,8 x 4,2 cm etwas größer als die 14 x 21,5 cm gehaltenen Bücher. Band1 ist in einem dunklen Aquamarin, Band2 in einem dunklen Violett gehalten. Die Verzierungen um das Covermotiv mit je drei aufgefächerten Karten sind hochglänzend silber- (Band1) bzw. goldfarben (Band2). Die Schmalseiten der Kartons sind – jedoch beidseitig – wie Buchrücken aufgemacht und zeigen jeweils eine der in den Sets enthaltenen Karten. Die Schrift ist hier teilweise minimal gewölbt.

 

Bei beiden Ausgaben war Pia Schneider als Autorin beteiligt, die bereits zahlreiche Bücher zu diesen Themen verfasst hat; für Kipper wurde zusätzlich Stella Bernheim; für die Engel-Karten Ruth Kendell als Experte hinzugezogen.

 

Die 160 Seiten starken, im Set enthaltenen Bücher weisen jeweils das gleiche Covermotiv wie der Umkarton auf.  Sie sind auf stabilem Mattglanzpapier gedruckt und liebevoll aufwendig durch teilweise ganzseitige Illustrationen und Dekoornamente gestaltet. Sie beinhalten Anleitungen zum Gebrauch der als Extras beigefügten Kartendecks und eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Karten (Spielkartengröße). Durch die sehr gut umsetzbaren Anleitungen sind die Kartendecks nicht nur für Profis, sondern auch für Anfänger geeignet.

 

Die 36 Kipperkarten sind im Biedermeierstil aufgemacht und durch ihre Bilder und Symbole sehr markant. Die Darstellungen sollen jedoch trotz aller wahrsagerischen Deutungsmöglichkeiten allein durch Betrachtung eher persönliche Erinnerungen, Vorstellungen und Erwartungen des Ratsuchenden hervorrufen. Es sind keine reinen Wahrsagekarten, wie oftmals angedeutet wird – das wird im Buch erläutert. Das Kipperdeck bieten mit 30 Situations- und 6 Personenkarten ungleich mehr Handlungsraum, wenn traditionelle und moderne Symboldeutung ins Spiel kommt.

 

Von den im Stil von Ikonenmalerei gehaltenen Engelkarten sind 32 im Set. Jede stellt einen bestimmten Engel dar, der auf aus dem 19. Jahrhundert stammenden esoterisch-theosophischen Traditionen zurückgeht. Die Motive sind liebevoll und etwas detaillierter als die Kipperkarten ausgestaltet. Es sind Energiekarten, die sich mit unseren Emotionen befassen.

 

Fazit:

 

Wer mit welchen Karten am liebsten arbeitet, ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Karten sprechen ihren Besitzer an – oder tun es nicht. Die langjährige Erfahrung des Verlags und der Autorinnen in diesem Bereich, die liebevolle Gestaltung der Kartendecks wie der Bücher, die nachvollziehbaren Informationen in den Büchern – all das macht die ersten beiden Bände der Bibliothek der Orakel zu einer kleinen Augenweide und etwas praktisch Umsetzbarem.

 

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

Buhlman, William: Out of Body

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William Buhlman

Out of Body – Astralreisen: Das letzte Abenteuer der Menschheit

 

Originaltitel: Adventures beyond the body
aus dem Amerikanischen übersetzt von Thomas Bertram
Heyne
ISBN 978-3453701632
ISBN 3453701631
Esoterik
deutsche Taschenbuchausgabe 2010
Umschlaggestaltung Guter Punkt, München
Taschenbuch, 352 Seiten
[D] 9,99 €

 

Verlagsseite 

Autorenseite

 

Zum Autor

 

Der in Maryland lebende William Buhlman beschäftigt sich seit fast vier Jahrzehnten mit der Thematik außerkörperlicher Erfahrungen (AKE). Er gibt internationale Workshops für Astralreisen, bei denen er u. a. die für seine Tätigkeit als Hypnotherapeut gelernten verschiedenen Techniken von Hypnose, Visualisierung und Meditation einsetzt. Darüber hinaus hat er ein umfassendes Audioprogramm entwickelt und tritt weltweit in diversen Fernseh- und Radioshows auf.

 

2003 erschien bei Ansata die deutsche Übersetzung seines ersten Buches unter dem Titel Out of Body – Astralreisen: Das letzte Abenteuer der Menschheit. Dieses Buch wurde 2010 von Heyne neu aufgelegt. Über ein Jahrzehnt leitete er ein AKE-Experiment, bei dem Tausende Probanden aus 42 Ländern beteiligt waren. Die Ergebnisse dieser Studie präsentierte er in seinem Buch „The secrets auf soul“ das ebenfalls auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich ist (Geheimnis Astralreise: Wege zu unserer wahren Natur, Heyne 2009). Seine Bücher wurden zwischenzeitlich in zehn Sprachen übersetzt.

 

Zum Buch

 

Inhaltsangabe

„Das umfassende Handbuch für außerkörperliche Erfahrungen

Bei vollständig klarem Bewusstsein den eigenen Körper verlassen, um in einem „feinstofflichen“ Körper nichtmaterielle Welten zu erkunden – eine spektakuläre Fähigkeit, die jeder Mensch erlernen kann.

Mitreißend berichtet der weltbekannte Experte William Buhlman über seine Out-of-body-Erfahrungen. Mit seinem gezielten Übungsprogramm wird es jedem möglich, selbst diese faszinierenden Reisen zu unternehmen.

Ein einzigartiger Erlebnisbericht und praktische Anleitung zu einer der geheimnisvollsten Erfahrungen überhaupt.“

 

Bericht und Anleitung sind in das 352 Seiten starke Taschenbuch verpackt, dessen bläulich-rot-weißes gehaltenes Cover, die Silhouette einer Person zeigt, die nach einem Lichtball fasst. Buhlman gliedert sein Buch in zwei Teile – der erste umfasst seine eigenen Erfahrungen zusammengesetzt aus seinen ersten AKE und außerkörperlichen Begegnungen. Der zweite beinhaltet Kapitel, die auf das Rätsel dieser Erfahrungen eingehen und verschiedene Techniken die zum Astralreisen befähigen sollen. Vorwort, Nachwort, ein praktisches Glossar, ein Adressen- und Literaturverzeichnis runden alles zusammen mit einem Register ab, nehmen dafür aber bereits 33 Seiten ein. .

 

Meine Meinung

 

Zugegebenermaßen habe ich mich mit dem Buch schwergetan. Was nicht am Thema, sondern eindeutig am Schreibstil des Autos liegt. Die eigentlich fantastische Materie kommt teilweise sehr trocken und langatmig herüber. Es ist kein Buch, das man einfach so nebenbei lesen sollte. Außerdem sollte man sich für das Thema interessieren, da Out of body sonst Gefahr läuft nicht fertig gelesen zu werden.

 

Doch ob man nun daran glaubt, es nicht ganz ausschließt oder vehement abstreitet. Fakt ist, dass außerkörperliche Erfahrungen – kurz AKE – keine Erfindung moderner Esoteriker sind. Vielmehr gibt es darüber in sehr vielen Kulturen entsprechende Überlieferungen. Es handelt sich dabei um einen Zustand, in dem die betroffene Person Wahrnehmungen außerhalb ihres physischen Körpers empfindet. Dies kann zum einen in Grenzsituationen wie Nahtoderfahrungen geschehen, zum anderen aber auch spontan auftreten oder bewusst herbeigeführt werden. Allen Zweiflern zum Trotz gibt es überraschend übereinstimmende Erlebnisberichte – unabhängig von Zeit, Bildung, Kultur oder auch Religion. Oftmals ist die betroffene Person zeitlich und örtlich genau orientiert. Immer aber erkennt sie den Unterschied zwischen Traum und AKE, aber auch die deutliche Differenzierung einer körperlichen und einer außerkörperlichen Erfahrung.

 

So befremdlich diese Berichte einerseits klingen mögen – und im Fall von Buhlmans erstem Buchteil erschien mir das eine oder andere durchaus fraglich – so interessant sind sie andererseits. Buhlman bietet nicht nur eine bloße Zusammenfassung von bereits veröffentlichtem Material, er bringt seine eigenen Erlebnisse, festgehalten in Tagebucheinträgen, ein. Manches kann man nachvollziehen, anderes klingt zu fantastisch. Manches unglaublich schwierig, anderes viel zu leicht. Was man davon glaubt, bleibt jedem selbst überlassen – ganz von der Hand zu weisen, ist es deshalb noch lange nicht.

 

Der im zweiten Teil behandelte Versuch einer naturwissenschaftlichen Untermauerung ist leider auch in der Neuauflage nicht sehr gut gelungen. Noch immer lässt Buhlman wenig bis keine alternative Deutungsmöglichkeiten zu und präsentiert eher seine Überzeugung als Tatsache. Ob das nun daran liegt, dass er provokativ verkrustete Denkblockaden brechen möchte, ist fraglich – wer einem standard-naturwissenschaftlich-geprägtem Weltbild anhängt, wird sein Buch vermutlich nicht unbedingt lesen. Andere – einfach neugierige oder bereits überzeugte – Leser könnten jedoch von diesem Teil abgeschreckt werden. Da er jedoch durchaus einige schlüssige Informationen bereithält, sollten man ihn lesen und sich eine eigene Meinung bilden.

 

Die in diesem Teil ebenfalls enthaltenen Techniken sind sehr gut wiedergegeben und ebenso leicht les- wie umsetzbar. Dabei wird nicht nur durch seinen ausdrücklichen Hinweis klar, dass Üben das A und O bei dem Versuch ist, AKE-Zustände bewusst herbeizuführen. Ob Letzteres tatsächlich, wie von ihm prophezeit, innerhalb von 30 Tagen passiert, darf bezweifelt werden. Widerlegt ist es damit noch lange nicht und deshalb heißt es dann üben, üben, üben und  …. das Ergebnis lächelnd genießen.

 

Fazit

 

Alles in allem eine Erfahrung wert – sowohl das Lesen des Buches wie auch die praktische Umsetzung der Übungen (der für mich beste Teil des Buches). Eine gewisse Langatmigkeit und der bedauerlicherweise nicht sehr gut gelungene und wenig ernsthaft wirkende Versuch, das Buch eher wissenschaftlich als esoterisch zu untermauern, sorgt jedoch für einen Punkteabzug, weshalb es nur 4 von 5 Punkten gibt.

 

 

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

 

 

 

Standenat, Sabine: Wie Heilung geschieht

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Sabine Standenat
Wie Heilung geschieht

Knaur Taschenbuch
ISBN 978-3426874929
ISBN 342687492X
Esoterik, Ratgeber, Gesundheit
Originalausgabe 2010
Umschlaggestaltung ZERO Werbeagentur, München
Taschenbuch, 256 Seiten
[D] 8,99 €

Verlagsseite    oder   Verlagsseite
Autorenseite
 

Zur Autorin

 

Neben dem Schreiben arbeitet die in Wien lebende, klinische Psychologin Sabine Standenat auch als freie Journalistin und hält Vorträge zu psychologischen Themen. Von 2005 – 2010 erschienen bei verschiedenen Verlagen fünf Bücher von ihr, die sich alle mit der Thematik der Selbstheilung/Selbstannahme beschäftigen.

 

Zum Buch

 

Inhaltsangabe laut Verlagsseite

 

Dem Wunder der Heilung auf der Spur

 

Kann der Glaube Heilung bewirken? Wie arbeiten namhafte Heiler?

 

Die Psychologin Sabine Standenat hat bekannte Wallfahrtsorte besucht, Heiler getroffen und mit Menschen gesprochen, die plötzlich gesundeten, obwohl alles dagegen sprach. Dabei ging es ihr um die Frage: Wer oder was heilt?

 

Scheinbar unerklärliche Phänomene lassen sich wissenschaftlich begründen: Gedanken und Gefühle können Heilungsprozesse im Körper auslösen, für die auch die Quantenphysik spannende Erklärungen gibt.

 

Meine Meinung

 

Dass es mehr als Schulmedizin gibt, weiß ich aus eigener Erfahrung und Umsetzung. Der Buchmarkt bietet seit Jahren einiges zu dieser Thematik. Ich habe einige gute und viele schlechte Bücher gelesen, meine Neugier darauf hat nicht nachgelassen. Deshalb kam, was kommen musste: Standenats Buch Wie Heilung geschieht liegt vor mir. Das gelb/orange des Covers, das auf ein Motiv verzichtet und stattdessen mit Lichtreflexen ausgestattet ist, passt schon mal sehr gut zur Thematik.

 

Standenat, die sich bereits mit Selbstannahme und Selbstheilung beschäftigt hat, greift in diesem Buch Fälle auf, die unerklärliche, aber nachgewiesene Heilerfolge erlebten. Sie belegt sie nicht nur mit Fallbeispielen, sie stellt auch einen Bezug zur Quantenphysik her, was das eine oder andere auch für diejenigen, die zweifelnd an die Sache herangehen, nachvollziehbarer machen dürfte. Da letztlich auch die Schulmedizin nicht ganz außen vor bleibt, schafft sie es ihre Ergebnisse ausgewogen zu präsentieren und nicht einfach in eine (nach wie vor oftmals negativ behaftete, belächelte und nicht ernst genommene) esoterische Ecke abdriften zu lassen. Immer wieder bringt sie eigene, gut nachvollziehbare Erfahrungen mit ein, was zusammen mit den beschriebenen Übungen alles abrundet. Die 13 im Buch aufgeführten Heilungsfragen mögen auf manchen anfangs vielleicht etwas seltsam wirken, wer jedoch genauer darüber nachdenkt, wird schnell merken, dass sie nicht einfach aus der Luft gegriffen sind.

 

Natürlich muss man auch hier sagen, dass nicht alles in diesem Buch absolut neu und unbekannt ist. Das kann aufgrund der Masse an Büchern, die es zu dieser Thematik gibt, auch gar nicht sein. Allerdings überzeugt die Umsetzung, die Standenat für ihr Buch gewählt hat.

 

Natürlich wird auch allein mit dem Lesen und Umsetzen der Ratschläge und Übungen nicht alles und jeder sofort und für absolut immer gesund. Dazu ist der menschliche Körper vielleicht auch zu anfällig und wir selbst oftmals zu stark rückfällig in alte Verhaltensmuster.

 

Letztlich muss jeder für sich probieren ob und welchen Nutzen er aus bestimmten Methoden zieht. Mit Standenats Wie Heilung geschieht hält man aber eine gute Anleitung in der Hand. Ein Buch, das aufzeigt, dass es immer noch einen Weg gibt, den man gehen kann; dass man nicht hilf- und völlig machtlos ist. Die Autorin geht in ihrem Buch einmal mehr auf die Tatsache ein, dass Heilung von außen angestoßen werden kann, jedoch immer von innen nach außen geschieht. Damit bestätigt sie das, was Dr. Frank Kinslow im Bezug auf die Quantenheilung äußerte: „Heilung ist in Wirklichkeit eine Nebenwirkung des Bewusstwerdens.

 

Fazit

 

Ein Buch für alle, die sich nicht mit den Worten „damit müssen sie leben” abfinden wollen. Ein Mut machendes, aufbauendes Buch. Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite angesprochen und bekommt deshalb fünf von fünf Punkten.

 

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

Hausdorf, Hartwig: Begegnungen mit dem Unfassbaren

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Hartwig Hausdorf
Begegnungen mit dem Unfassbaren – Reiseführer zu fantastischen Phänomenen

 

Heyne
ISBN 978-3453701175
Erstausgabe 2010
Umschlaggestaltung Guter Punkt, München, Anke Koopmann
Taschenbuch, 256 Seiten
€ 8,95 [D]

Verlagsseite
Autorenseiten



Der 1955 geborene Autor studierte an der FH München Touristik und leitet ein Reisebüro. 12jährig wurde seine Neugier auf Präastronautik durch ein Buch Erich von Dänikens geweckt, das er bis heute nicht verloren hat. Er zählt weltweit zu den bekanntesten Autoren und Forschern auf dem Gebiet der SETI-Forschung. Hausdorfs Erstlingswerk „Die weiße Pyramide, außerirdische Spuren in Ostasien“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Bis heute hat er etwa zwanzig Bücher geschrieben und war mehrmals in weltweiten Fernsehauftritten zu sehen. Hausdorf, der auch für mehrere internationale Filmproduktionen mit dem Themenschwerpunkt „Rätsel aus dem Reich der Mitte“ vor der Kamera stand, reist regelmäßig weltweit, um Phänomene zu ergründen, die die „normale“ Wissenschaft als Lügen oder Spinnerei abtut. Seine Ergebnisse macht er einem breiteren Publikum nicht nur in seinen Büchern, sondern auch in zahlreichen Publikationen und Vorträgen zugänglich.

Begegnungen mit dem Unfassbaren ist für die Fans dieser Materie nichts grundsätzlich Neues. Nachdem zuerst im Jahr 1998 der Titel X-Reisen, Lokaltermine an den geheimnisvollen Stätten unserer Welt auf den Markt kam, legte 2008 der Herbig-Verlag eine überarbeitete, veränderte, umbenannte gebundene Ausgabe nach, die rein covermäßig schon ziemlich nahe an die jetzt dank Heyne erhältliche Taschenbuchversion herankam. Der Heyne-Verlag hat auch den Titel dieser gebundenen Ausgabe (Begegnungen mit dem Unfassbaren – Reiseführer zu fantastischen Phänomenen) übernommen.

 

Mit fast identischem Cover (lediglich die Farbgebung wurde verändert, das Auge und der Sternenhimmel blieben gleich) sind zuvor zwei weitere Bücher bei Heyne erschienen, in denen sich der Autor ebenfalls mit der Thematik befasst. (Bizarre Wirklichkeiten: Auf geheimen Wegen ins Unbekannte/2009 und Nicht von dieser Welt: Dinge, die es nicht geben dürfte/2009.)

 

Doch zum jetzigen Buch und seinem Inhalt, in dem Hausdorf nach einem einleitenden Vorwort von seinen weltweiten Reisen berichtet oder vielmehr von dem, was (nicht nur) er dort vorgefunden hat. Und von seinen Deutungsmöglichkeiten. Er erzählt von Orten, die überraschend verlassen und nie wieder besiedelt wurden. Von unerklärlichen Bränden, die übernatürliche Hitze entwickelten. Von den Steinskulpturen der Osterinseln und Pyramiden in Ländern, von denen wir lange Zeit annahmen, dass es diese dort gar nicht gibt. Von steinernen Abbildern unseres Sonnensystems, die trotz ihres Alters etwas enthalten, was erst Jahrhunderte später entdeckt wurde. Auch Entführungen durch extraterrestrische Lebensformen oder Kontaktaufnahme zu ihnen werden beschrieben. Vorkommnisse mit Menschen, die plötzlich und unerklärlich auftauchen. Oder ein totes Kind, das wegen seiner Andersartigkeit kaum als Missgeburt bezeichnet werden darf, sondern als etwas, das eigentlich nicht existieren dürfte. Spuren, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen und die doch real zu besichtigen sind. Oder waren, denn viele der Reisen und Begebenheiten fanden bereits in den 1970erJahren oder gar in früheren Jahrhunderten statt und zwischenzeitlich hat sich das eine oder andere geändert. In der Mitte des Buches sind Farbfotos seiner Reisen eingefügt. Ab Seite 211 beginnt dann ein Reiseführer zu den geheimnisvollsten Plätzen, der Insider- und Geheimtipps enthält.

Wie bei allen Büchern oder sonstigen Publikationen zu diesem Thema wird es auch hier etliche Fachleute, Forscher und Skeptiker geben, die sofort und sehr laut Fälschung und Humbug schreien, wenn sie etwas davon lesen. Doch frage ich mich manchmal, warum sie glauben, dass ausgerechnet ihre Meinung der Weisheit letzter Schluss ist. Zumal sie in den seltensten Fällen selbst mit wirklich schlüssigen Erklärungen aufwarten können. Und immerhin gingen sogenannte Gelehrte ja auch einmal davon aus, dass die Erde eine Scheibe ist, um die sich sogar die Sonne dreht.

 

Genau wie viele seiner Mitstreiter will Hausdorf mit diesem Buch niemand absolut von seiner Meinung überzeugen. Es ist kein Wissenschafts-, sondern eher ein Erlebnisbericht. Ersteres wäre, seien wir ehrlich, für den Taschenbuchpreis absolut nicht zu erhalten und darüber hinaus auch nicht so leicht zu lesen. Was er aber bietet, sind Denkanstöße zu Dingen und Vorgängen, die unerklärlich erscheinen, geheimnisumwittert sind und genau genommen nach regulärer Schulmeinung eben einfach nicht sein dürfen bzw. von dieser völlig anders dargestellt werden. Wirklichkeit ist etwas, das uns oftmals passend vorgesetzt wird. Verdreht kann sie in beide Richtungen werden. Ob sie real so richtig ist, steht dann auf einem anderen Blatt und jeder kann und sollte sich seinen eigenen Teil denken. Hausdorf bringt natürlich keine absoluten und unwiderlegbaren Beweise für seine Theorien, dennoch muss er mit seinen Schlussfolgerungen noch lange nicht falsch liegen.

 

Die Berichte seiner Reisen sind so abgefasst, dass sie sowohl auf jüngere wie ältere Leser passen. Wer unvorbelastet oder bereits von Überlegungen dieser Art überzeugt an dieses Buch herangeht, springt leichtfüßig mit dem Autor in die einzelnen Länder und erfährt vielleicht, wenn er es denn noch nicht weiß, dass es oftmals nur eine Frage des Betrachterstandpunktes ist, wie die Wirklichkeit sich gestaltet. Anhänger der sogenannten regulären Wissenschaftstheorien werden mit dem Buch natürlich ihre Probleme haben, auch wenn die an sich kurzen Kapitel sich sehr leicht lesen lassen.

 

Die Fotos, etwa von den angeblich mit Faustkeilen herausgehauenen und dafür erstaunlich  ebenmäßigen, riesigen Figuren der Osterinseln, lassen einen zusammen mit den Deutungsversuchen Hausdorfs überlegen. Vielleicht sind unsere Vorfahren nicht so vorsintflutlich gewesen, wie wir gemeinhin annehmen. Womöglich verfügten sie über Wissen und technische Gerätschaften, die es zu der Zeit eigentlich noch gar nicht geben durfte. Oder hatten sie tatsächlich Hilfe von … außerhalb? Wie bereits erwähnt, kann Hausdorf natürlich keine unwiderlegbaren Beweise bringen. Dies würde bei der Fülle der vorgestellten Phänomene die Dimensionen eines Taschenbuches hoffnungslos sprengen.

 

Seine Reiseberichte und Deutungsvarianten sind weder wissenschaftlich abgehoben noch mystisch verklärt und sprechen mich – als überzeugte Nonkonformistin – an. Ein kleines Manko gibt es allerdings. Einiges von dem, was man in diesem Buch findet, haben andere Autoren, wie etwa von Däniken, schon aufgegriffen.

 

Fazit:

 

Für alle Fans des Unerklärlichen, und solche, die vielleicht zum ersten Mal einen Blick über den Tellerrand der Schulmeinung werfen möchten.

 

Copyright © 2010 by Antje Jürgens (AJ)

Vollmar, Klausbernd: Das große Buch der Farben

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Das große Buch der Farben

Von Klausbernd Vollmar

 

Königsfurt-Urania Verlag GmbH

ISBN 978-3868261097

Sachbuch

2. Auflage 2010

Umschlaggestaltung Antje Betken

Illustrationen Monika Obser

Softcover 288 Seiten

€ 14,90 [D]

 

www.koenigsfurt-urania.com

 

Zum Autor

 

Der 1946 bei Köln geborene Autor und Diplom-Psychologe reiste zunächst einmal lernend und arbeitend durch die Welt (Finnland, Kannada) bevor er sein Zweitstudium in Psychologie begann. Er lebte und arbeitete in Holland und Nepal, ist Mitbegründer der Internetfirma TraumOnline und lebt heute in England. Seit Jahren hält er Seminare und Vorträge, führt Beratungen und Team-Coachings und schreibt. Seine Bücher wurden in mehr als 15 Sprachen übersetzt. (Weitere Infos unter www.kbvollmar.de oder auch www.traumonline.eu)

 

Zum Buch/Meine Meinung

 

Gleich vorab – ich bin von diesem Buch begeistert. Worum es geht? Nun wie der Titel schon sagt, um Farben. Farben, die immer um uns herum sind. Künstlich hergestellt oder natürlichen Ursprungs können sie uns genauso heilen, wie gesund machen. Unsere Tagesform lässt uns bestimmte Farben bevorzugen oder ablehnen, während die Farben gleichzeitig unsere Launen beeinflussen. Das Problem unserer „farbigen Welt“ ist, dass vieles in einem Einheitsbrei an Farben zu versinken droht und nicht wenige von uns das meiste nur noch schmutzig-braun, grau oder gar schwarz wahrnehmen. Was tun?

 

Die aufmerksame Lektüre von Vollmars Buch könnte einen Schritt in die richtige Richtung weisen. Sein Wissen aus über 30 Jahren über der Wirkung der Farben auf unser Leben ist sehr umfangreich. Herausgekommen ist dabei unter anderem das gerade vor mir liegende Buch. Es enthält ein breites Informationsspektrum zu:

 

-       Psychologie und Symbolik der Farben,

-       Einrichtungstipps,

-       Farbtypen, Kleidung und Make-up,

-       Wirkung verschiedener Farben aufeinander,

-       Farbenlehren von Newton, Goethe bis zur Moderne,

-       Volkswissen und Mythologie,

-       Herkunft der Farbbezeichnungen und Pigmente,

-       Wichtige Tipps für Kunstmaler und Handwerker,

-       Heilen mit Pflanzen, Steinen und ihren Farben,

-       Farbmeditationen und Wahrnehmungsübungen.

 

Hört sich umfangreich an, ist aber so anschaulich beschrieben, dass tatsächlich jeder einiges daraus sofort problemlos auf sich beziehen und für sich nutzen kann. Kein trockenes Fachsimpeln, sondern ein anschauliches Lehrbuch erwartet einen, wenn man die erste Seite aufschlägt. Nach einer Einführung wird auf 110 Seiten zunächst auf die Primärfarben (Gelb, Blau und Rot) eingegangen. Danach folgen 61 Seiten zu den Sekundärfarben (Violett, Orange und Grün), 3 Seiten Lichtfarben (entstehen durch selbstleuchtende Körper, fluoreszierende Zifferblätter oder gefärbte Glühbirnen), 18 Seiten Tertiärfarben (Braun, Olive oder buntes Grau), 18 Seiten Metallfarben (etwa Gold oder Silber) und 51 Seiten „unbunte“ Farben (etwa schwarz oder weiß, auch wenn das oft nicht als Farbe betrachtet wird), bevor das Buch mit Anmerkungen ausklingt. Sukzessive, logisch und leicht verständlich werden die Farben abgearbeitet, sodass eigentlich keine Fragen übrig bleiben.

 

Fazit:

 

Auch hier würde ich sagen, dass das Buch in die Kategorie „gelebtes Wissen“ gehört. Wer es aufmerksam liest, wird vielleicht künftig nicht nur erkennen, was sein Gegenüber durch die Wahl der von ihm gewählten Farben ausdrückt, sondern sich vielleicht selbst mit den richtigen Farben in der einen oder anderen Situation helfen können.

 

Empfehlenswert? Auf alle Fälle. Ich habe, obwohl ich mich schon lange für Farben interessiere, einiges darin gefunden, was ich noch nicht wusste. Kein entspannendes Lesebuch, sondern ein fundiertes Nachschlagewerk, welches ich sicher noch gerne und oft in die Hand nehmen werde.

 

Copyright © 2010 by Antje Jürgens

 

Fiechter, Regula: Mystisches Pendeln

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Mystisches Pendeln – Set mit Buch, Pendeltafeln und Pendel + 1 Deck Mystisches Lenormand

Von Regula Elizabeth Fiechter

ISBN-10: 3868267212 - ISBN-13: 978-3868267211

Genre: Esoterik, Kartenlegen, Pendeln

Königsfurt-Urania Verlag GmbH 04/2010

Umfang: Umkarton 19×12,8x 5 cm, broschiertes Buch 12×17cm, 128 Seiten, 36 Pendeltafeln, Pendel und 36er Kartendeck

€ 29,90 [D]

 

Zur Autorin

 

Regula Fiechter wurde 1958 in Bern geboren und wuchs auch dort auf. Sie lebt heute noch in der Schweiz, arbeitet als Malerin und Medium und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Wahrsagekarten. Nach ihren Vorgaben fertigte Urban Trösch in Eitempara-Technik das zu dem Set gehörenden Mystic Lenormand-Kartendeck und gestaltete auch das beigefügte Buch mit.

Zum Set

Ich muss gestehen, dass dieses Set nicht das erste ist, das ich aus dem Hause Königsfurt-Urania erhalten habe. Deshalb hat mich die liebevolle und gute Ausführung nicht im Mindesten überrascht.

Doch zum Inhalt: Das messingfarbene Pendel liegt sehr gut in der Hand. Wer öfter mal mit Pendeln zu tun hat, weiß, dass dies bei Pendeln im Allgemeinen durchaus nicht immer der Fall ist. Kartendeck und Pendeltafen weisen dieselben, von der Autorin gestalteten, und von Trösch umgesetzten Motive, auf. Wobei das Motiv an sich bei den Tafeln natürlich etwas in den Hintergrund tritt, damit die eigentlichen Aussagen darauf klarer ersichtlich sind. Karten und Tafeln sind links oben von 1 bis 36 numeriert. Rechts oben sind astrologische Hinweise eingearbeitet, die ebenfalls als Deutungshilfe herangezogen werden können. Die Rückseiten von Karten und Pendeltafeln zeigen das Motiv, welches bereits auf dem Umkarton zu sehen ist. Die einzelnen Motive sind sehr detailliert und liebevoll ausgestaltet – Neugierige sollten wirklich eine Lupe in die Hand nehmen und sie sich einmal genauer betrachten. Mit dem Buch selbst verweist Fiechter zuerst auf die Ursprünge des Lenormand und führt Neulinge dann Schritt für Schritt ans Kartenlegen heran. Die Hinweise zur Deutung werden mit den ebenfalls im Buch enthaltenen Erläuterungen zu jeder der 36 Karten erleichtert. Danach folgt eine Heranführung ans Pendeln bzw. das Auspendeln der Karten mithilfe der Pendeltafeln. Was, in dieser Kombination, nicht allzu gewöhnlich ist und das Set zu etwas Besonderem macht. Das Buch beschränkt sich auf das Wesentliche – dies dafür aber klar verständlich und leicht nachvollziehbar. Die Erfahrung von Fiechter, die sich bereits seit langer Zeit mit Lenormand beschäftigt, fließt sehr gut darin ein.

Meine Meinung

Lohnt sich die Anschaffung? Ja – sowohl für Neulinge in diesem Bereich, als auch für diejenigen, die sich schon mit Kartenlegen und Pendeln beschäftigt haben. Wer sich von welchen Kartendecks angesprochen fühlt, ist ja immer eine recht persönliche Angelegenheit. Gleiches gilt natürlich für Pendel. Mich hat das Set angesprochen. Und – da sowohl Kartenlegen als auch Pendeln wunderbare Instrumente sind, sich selbst oder anderen bei der einen oder anderen Frage zu helfen bzw. Dinge klarer zu sehen, die man vorher so nicht sieht, aber doch schon im Inneren weiß, freue ich mich bereits darauf, das Set ausgiebig zu nutzen.

Ich danke dem Königsfurt-Urania Verlag für die freundliche Überlassung des Rezensionsexemplares.

© 08/2010 Antje Jürgens

Lo Scarabeo: Tarot

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Tarot - Galerie der Tarot-Kunst
von Lo Scarabeo

 

erschienen im Königsfurt-Urania Verlag GmbH 2010

ISBN-10: 3868265325 - ISBN-13: 978-3868265323

Genre: Esoterik, Kartenlegen

Hardcover, 29,8 x 29 x 2,2 cm, 204 Seiten

€ 38,00 [D]

 

 

Zum Autor:

 

Hier kann man eigentlich nicht direkt von einem Autor sprechen. Hinter dem Namen Lo Scarabeo verbirgt sich ein 1987 gegründeter und in Turin ansässiger Verlag, der Karten und Comicbücher herausgibt. Bei den Karten handelt es sich zum einen um künstlerisch gestaltete Spielkartendecks, zum anderen um – ebenfalls künstlerisch gestaltete - esoterische Tarot- und andere Wahrsage-Kartendecks.

 

Lo Scarabeo wandelt nicht nur die Werke diverser Künstler (wie beispielsweise Klimt) für ihre Karten um, die Firma beschäftigt Künstler, die auch eigene Kartendecks entwerfen, und ist Esoterikern wohl weltweit ein Begriff. Alle Kartendecks von Lo Scarabeo werden in fünf Sprachen angeboten (italienisch, englisch, französisch, deutsch und spanisch). 

 

Zum Buch

 

Das Buch – als Nachschlagewerk und Galerie bezeichnet - ist sehr aufwendig gestaltet und genau genommen auch ein Katalog ohne direkte Bestellmöglichkeit. Der Begriff Nachschlagewerk bezieht sich eindeutig auf die Abbildungen, nicht auf Texte. Man findet nur wenige Zeilen zu den fünf Bereichen, in die das Buch gegliedert ist. Auf die darin abgebildeten Tarot-Kartendecks wird nicht gesondert eingegangen. Die fünf Bereiche sind durch unterschiedlich farbige Registerblätter, je einer Illustration von verschiedenen Künstlern und einer Seite mit einer sechssprachigen Erklärung (zu den oben erwähnten Sprachen kommt in diesem Buch noch russisch dazu) klar voneinander abgetrennt.

 

Auf jeweils zwei Seiten werden immer 11 Karten (Vorderansicht) und die entsprechende Rückseite aus 95 Kartendecks unterschiedlicher Tarot-Familien (Geschichte 8x, Esoterik 13x, Kultur 22x, Kunst 30x, Metaphysik 22x) gezeigt. Klassische Motive finden sich ebenso wie moderne. Die Kartendecks sind im Originalformat (11,5 x 6,5 cm) abgebildet. Sieben dieser Decks werden mit Golddruck aufgelegt. Jeweils eine Karte davon findet sich im Original im Buch eingeklebt wieder, damit man ein erfühlbares Erlebnis der Karten bekommt. Ferner bekommt man Hinweise, welche der Kartendecks auch in kleineren Formaten (4,4 x 8,0 cm) erhältlich oder welche Decks nur für Erwachsene geeignet sind. Dabei handelt es sich etwa um das Kamasutra-Tarot oder das Decamerone-Tarot.

 

Meine Meinung

 

Wer die Ausgabe von € 38,00 nicht scheut, erhält einen Augenschmaus der besonderen Art. Sammler, die ihre Kartensammlungen ergänzen wollen und darin entsprechende Anregungen finden, werden sich genauso davon angesprochen fühlen, wie Kartenleger, die Decks suchen, die für ihre Bedürfnisse geeignet sind.

 

Wie bereits erwähnt ist ‚Tarot – Galerie der Tarot-Kunst‘ sehr aufwendig gestaltet. Es ist durchgängig auf Glanzpapier gedruckt, was die Farbbrillanz der künstlerisch gestalteten Decks sehr gut unterstützt. Die sieben eingeklebten Karten weisen ebenfalls eine hohe Farbbrillanz auf, sind formstabil und liegen (wie alle Karten von Lo Scarabeo) gut in der Hand. Wer schon mal Karten von Lo Scarabeo vor Augen hatte, kann in etwa ahnen, wie detailgetreu und kreativ die einzelnen Abbildungen sind. Da ich selbst bereits das eine oder andere Kartendeck von Lo Scarabeo besitze, war ich von der sehr guten, künstlerischen Ausführung der ausgewählten Kartendecks jedenfalls nicht im geringsten überrascht.

 

Trotzdem gibt es einen kleinen Abzug, weil – für meine Begriffe – zu wenig oder vielmehr keine Erklärungen bei den einzelnen Kartendecks stehen. Wie bereits erwähnt ist der farbenprächtig gestaltete Band eher für Sammler und Kartenleger, die auf der Suche nach ‚dem‘ Deck sind, gedacht und deshalb sind nähere Erläuterungen zu den einzelnen Kartenspielen nicht zwingend relevant. Dennoch wären ein paar Worte mehr schön gewesen.

 

© 06/2010 - Antje Jürgens

Singh, Rajinder: Die Weisheit der erwachten Seele

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Die Weisheit der erwachten Seele

von Rajinder Singh

erschienen bei Königsfurt Urania Verlag GmbH, 3. Auflage 2010

ISBN-10: 3908653037 - ISBN-13: 978-3908653035

Genre: Esoterik, Glauben, Selbstfindung

Hardcover, 212 Seiten

Preis: € 13,50 [D]

 

Zum Autor

 

Der studierte Elektrotechniker Rajinder Singh wurde 1946 in Indien geboren und gilt als indischer Mystiker. . Er ist Leiter internationaler Konferenzen über den Weltfrieden, zum interreligiösen Dialog, anerkannter Meditationslehrer In diesem Zusammenhang hat er mehrere Bücher und Artikel zu spirituellen Themen geschrieben. Singh macht als Grundlage für den Frieden keinen Unterschied zwischen den einzelnen Religionen geltend. Ebenso grundlegend erachtet er die Wirkung von Gebeten und Meditation. Seit 1989 sind unter seiner Führung weltweit mehrere Meditationszentren entstanden. Obwohl er für seine Friedensarbeit zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Friedenspreis der NGO-Organisationen der Vereinten Nationen, erhielt und es sein Anliegen ist, die Einheit der Menschen zu fördern und suchenden Seelen den Weg zur Selbstverwirklichung und Gotterkenntnis zu zeigen, wurde er als Leiter der Organisation Wissenschaft der Spiritualität – ohne wirklich auffällig geworden zu sein - stellenweise recht argwöhnisch betrachtet. Vermutlich, weil die Organisation religiös gesehen die gleichen Wurzeln, die gleiche Idee und auch allgemeine Praxis wie die holosophische Gesellschaft vertritt. Gleichwohl rührt die Begeisterung für Rajinder Singh und seine Organisation vom Charisma des Leiters und entsteht m. E. nicht durch soziale oder psychische Manipulationen.

 

Zum Buch

 

Zitat Buchrücken: >>Mit diesem Buch möchte Rajinder Singh den Menschen eine praktische Anleitung geben, wie sie die Seele wieder zu ihrer ganzen Stärke erwecken können. Wenn der Mensch die Kraft der Seele wiedergewinnt, werden ihre Weisheit, Unsterblichkeit, Liebe, Furchtlosigkeit, Verbundenheit und Glückseligkeit dem Leben eine ganz neue Dimension erschließen.<< Zitatende

 

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Es gibt einen theoretischen Teil, der sich mit religionsübergreifenden Aussagen zum Thema Seele befasst. Und einem praktischen Teil, der neben der Beschreibung von Stolpersteinen im täglichen Leben auch die Auflösung dieser Stolpersteine mittels Übungsanleitungen am Ende jedes Kapitels umfasst.

 

Meine Meinung

 

Wer den Text des Buchrückens liest, weiß, was er vor sich hat. Ein Buch zur Selbstfindung. Zum Erkennen des Ichs. Ein Buch über die Seele, die Liebe und den tieferen Sinn des Lebens. Muss man ein Anhänger indischer Religionen sein, um zu verstehen, worauf der Autor hinaus will? Mitnichten. Singh zieht in seinem Buch Vergleiche zu anderen Religionen, was sehr deutlich macht, dass es eigentlich keine essenziellen Unterschiede zwischen den einzelnen Glaubensrichtungen gibt. Doch Singh macht nicht nur auf tägliche Stolpersteine des Lebens auf der Suche nach innerer Kraft und Stärke aufmerksam. Er gibt dem Leser auch Anstöße, um verkrustete Denkansätze und enttäuschte Erwartungen zu überwinden. Übungsanleitungen am Ende jedes Kapitels, die dem Suchenden das Erschließen neuer Horizonte vereinfachen, runden dieses Buch gekonnt ab. Mit „Die Weisheit der erwachten Seele“ hält der Leser ein Arbeitsbuch in Händen, das in einfachen, klar verständlichen Worten Fortgeschrittenen wie Anfängern auf der Suche nach dauerhaftem Wohlbefinden und innerer Ausgeglichenheit Hilfestellung bietet und es wert ist, mehrmals aufmerksam gelesen zu werden.

 

© 07/2010 Antje Jürgens

Franckh, Pierre: Erfolgreich wünschen - Geschenkset mit Karten & Anleitung

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Erfolgreich wünschen - 7 Regeln wie Träume wahr werden

Von Pierre Franckh

 

Königsfurt-Urania Verlag GmbH

ISBN 9783868261004

Esoterik

1. Auflage 2008

Geschenk-Set mit Karten und Anleitung

Buch 64 Seiten, Softcover, & 49 Karten

€ 14,90[D]

 

www.koenigsfurt-urania.com

 

 

Zum Autor:  

 

Der 1953 in Heilbronn geborene Pierre Franckh stand bereits mit sechs Jahren auf der Bühne, mit elf spielte er seine erste Filmrolle. Er spielte in verschiedenen Filmen, Serienepisoden und an diversen Theatern. Darüber hinaus ist er Autor und Regisseur.

 

Seit 1996 widmet er sich verstärkt dem Schreiben. Sein erstes Buch ‚Glücksregeln für die Liebe‘ (2004, Koha-Verlag) landete auf Anhieb auf der Stern-Bestsellerliste. (weitere Infos unter www.pierre-franckh.de)

 

Zum Buch:

 

Wer sich das Geschenkset bestellt, erhält einen stabilen Umkarton, in welchem sich ein Buch mit Anleitungen und Affirmationen zu den ebenfalls enthaltenen 49 Karten befindet.

Buch und Karten sind in sieben Themen (Liebe, Loslassen, Erschaffen, Gegenwart, Vertrauen, erfolgreich Wünschen und Glück) gegliedert. Zu allen Themen gibt es jeweils sieben Karten und entsprechende Affirmationen. Dazu noch zu jedem Thema eine Anleitungsseite. Nach einer allgemeinen Einleitung, wie Karten und Affirmationen genutzt werden können, geht es mit dem Thema Liebe los. Den Abschluss bilden die sieben Regeln, wie Träume wahr werden.

 

Das Buch (21,4 cm x 14 cm) ist durchgehend farbig auf Glanzpapier gedruckt. Jeder der 49 Karten ist eine Seite gewidmet. Es finden sich jeweils drei Affirmationen dazu, der Spruch der Karte wird ebenfalls wiederholt.

 

Auch das Bildmotiv der jeweiligen Karte wiederholt sich und geht quasi vergrößert in eine Art Seitenrahmen über. Das Grundmotiv der eigentlichen Seiten entspricht dem hellblau-weißen Grundmotiv des Umkartons (ohne Schrift und Bilder).

 

Die Karten selbst zeigen dieses Grundmotiv ebenfalls auf ihrer Rückseite. Auf den Vorderseiten finden sich Motive und kleine Sprüche, am ehesten mit Motivationskalendern vergleichbar.

 

Alles in allem ist das Geschenkset aufwendig, ansprechend und liebevoll gestaltet.

 

Fazit:

 

Über den Sinn von Wunschbüchern lässt sich streiten und so hat Pierre Franckh, wie andere Autoren, mit seinem Buch darüber bisher nicht nur positive Kritiken geerntet.

 

Natürlich wurde mit Veröffentlichung des Buches und der Karten das Rad nicht neu erfunden (das ist aber vermutlich sowieso nicht mehr möglich). Ist es deshalb schlecht? Sicher nicht. Es ist, im Gegenteil, sogar empfehlenswert. Warum?

 

Mit dem Geschenkset wird der Blick zwar vordergründig erst einmal auf die Wunscherfüllung gelenkt. Doch auf subtile Weise sorgt es bei Lesern (in diesem Fall müsste man fast ‚Nutzern‘ sagen), die sich ernsthaft damit beschäftigen, mit dafür, dass sich etwas ändert. Die eigene Sicht auf bestimmte Dinge und/oder das Empfinden von Dankbarkeit und Zufriedenheit.

 

Und damit erfüllt sich im Umkehrschluss das, was vordergründig vermittelt werden soll. Wer dankbar und zufrieden ist, wird wenig bis keine Wünsche haben. Und wer keine Wünsche hat, der muss zumindest den einen oder anderen doch erfüllt bekommen haben, oder?

 

Copyright © Mai 2010 Antje Jürgens

Giza & Schlüter: Ein Kursus im Kartenlegen - Lenormand

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Ein Kursus im Kartenlegen – Lenormand

Von Katrin Rosali Giza & Christine Schlüter

 

Königsfurt-Urania Verlag 

ISBN 978-3868267129

Esoterik / Tarot

Originalausgabe März 2009

Buch 288 Seiten (ISBN 9783868267136), Softcover

36er-Kartendeck „Rote Eule (ISBN 978-3905021479)

36er-Kartendeck „Blaue Eule (ISBN 978-3905017038)

€ 29,90 [D]  (Auch ohne Kartendeck erhältlich für € 17,90.)

 

www.koenigsfurt-urania.com

        

Zu den Autorinnen:

Katrin Rosali Giza

Die gelernte Hotelfachfrau lebte nach ihrer Ausbildung in verschiedenen Ländern (u. a. Spanien, Schottland, Kanada). Zurückgekehrt nach Deutschland durchlief sie zunächst eine zweite Ausbildung im mittleren Justizdienst und ging dann einen etwas anderen Weg. Sie ist Reiki-Meisterin und Lebensberaterin, in Astrologie ausgebildet, Lenormandexpertin und Tutorin sowie geprüfte Tarot-Beraterin. Momentan bildet sie sich in NLP weiter. Mit „Ein Kursus im Kartenlegen – Lenormand“ veröffentlicht die Autorin ihr zweites Buch. (weitere Infos unter www.lenormand-lenormand.de)

Christine Schlüter

Die in Hamburg geborene Diplom-Ingenieurin verbrachte ebenfalls viel Zeit im Ausland, vor allem in Südamerika – was ihr Interesse an Sprache, Kunst und Literatur geweckt hat. Bereits früh setzte sie sich mit ihrer eigenen Existenz und dem aufmerksamen Umgang mit sich und der Umwelt auseinander, womit sie eine familiäre Tradition fortsetzt. Seit Anfang der 1980er Jahre befasst sie sich mit Tarotkarten. Im Laufe der Zeit kamen Lenormandkarten hinzu. Ferner beschäftigt sie sich mit Astrologie, Malerei und Schriftstellerei. Das hier vorgestellte Buch ist das erste Projekt dieser Art für sie. Ein weiteres Buch ist in Arbeit.

Zum Buch-Set:

In „Ein Kursus im Kartenlegen – Lenormand“ verspricht laut Buchrücken und Verpackung des Sets (Buch und Kartendecks), dass Anfänger und Könner einen schnellen, umfassenden Zugang zu Lenormandkarten ebenso wie praktische Tipps für die Beratungssituation bekommen und am Ende Lenormandexperten sind.

Was sofort beim Öffnen des Sets ins Auge sticht, ist die Aufmachung des Buches. In Zeiten, in denen an fast allen Enden gespart wird, wird umso augenscheinlicher, wie liebevoll und aufwendig dieses Buch gestaltet wurde. Das Rankenmuster auf dem Buchumschlag setzt sich fast durch das gesamte Buch fort. Zahlreiche Illustrationen runden das Bild ab.

Eingangs wird etwas über die Historie des Kartenlegens beziehungsweise über Mademoiselle Lenormand und über die Entstehung der eigentlichen Lenormandkarten geschrieben. Dann folgen sehr ausführliche und klar verständliche Erläuterungen zu den Karten selbst. Von den Erklärungen geht es über Legetechniken zu Deutungsvarianten von Kartenkombinationen. Das Buch endet mit Tipps für die Beratungssituation sowie diversen Kopiervorlagen (unter anderem nochmals eine kompakte Zusammenfassung der Einzelkarten).

Es gibt heute zahlreiche unterschiedlich gestaltete Lenormand-Karten. Der Königsfurt-Urania Verlag bietet allein elf Decks an. Die drei „Eulen“-Decks orientieren sich an der Ursymbolik alter Kartendecks. Das beigefügte „Rote-Eule“-Deck zeigt Bilder mit kleinen Versen, die sich auf die Bilder beziehen, das ebenfalls im Set enthaltene „Blaue-Eule“-Deck zeigt die gleichen Bilder, die jedoch mit Kartensymbolen (Herz-9, etc.) kombiniert sind. Beide im Set enthaltenen Kartendecks haben ein handliches Format.

Fazit:

 

Der Preis von € 29,90 erscheint, bis zum Öffnen des Sets etwas hoch. Wie bereits oben erwähnt, ist „Ein Kursus im Kartenlegen – Lenormand“ jedoch sehr aufwendig illustriert, was die Kosten schon größtenteils erklärt und rechtfertigt.

 

Kartenlegen durch ein Buch zu erlernen – diese vollmundige Versprechung hat mich erst einmal etwas zurückschrecken lassen. Leider tummeln sich heutzutage auf dem Markt unzählige Menschen, die den nötigen Ernst bei einer an sich sehr ernsthaften Angelegenheit fehlen lassen und sich genau durch so ein Versprechen in ihrem Tun bestätigt fühlen. Insoweit ist es dann allerdings egal, ob sie sich die Grundkenntnisse übers Internet, einen vielleicht etwas fragwürdigen Kurs oder über das eine oder andere Buch aneignen.

 

Kartenlegen ist etwas Intuitives. Deshalb würde ich nicht sagen, dass jeder es lernen kann. Grundsätzlich haben wir jedoch bestimmte Dinge in uns, die man wiedererwecken kann. Und neben vielen anderen Dingen zähle ich das Kartenlegen dazu. Alleine nach der Lektüre des Buches und der einen oder anderen Übung würde ich jedoch niemandem empfehlen, sofort mit Beratungen loszulegen. Wie schnell ein Anfänger zum Experten avanciert, hängt – wie überall - von ein paar Faktoren mehr ab.

 

Unter anderem von einer soliden Grundlage. Und unter diesem Aspekt betrachtet, kann ich das Buch dennoch empfehlen. Trotz der zahlreichen Illustrationen, die zunächst vermuten lassen, dass Erklärungen zu kurz kommen, ist es in diesem Fall nicht so.

 

„Ein Kursus im Kartenlegen“ zählt eindeutig mit zu den besten Büchern, die ich zu dem Thema gelesen habe. Man merkt, dass sich die Autorinnen ausführlich mit Lenormand beschäftigen und das Buch aus der Praxis heraus entstanden ist. Laien bekommen damit eine solide Grundlage zum Erlernen des Kartenlegens. Der Rest ist wie bereits erwähnt eine Intuitionssache. Doch das Wahrnehmen der eigenen Intuition wird mit dem Buch „Ein Kursus im Kartenlegen – Lenormand“ für Anfänger erleichtert.

 

Die sehr eingänglichen, lebensnahen und praxisbezogenen Beschreibungen der zahlreichen Kartenkombinationen sind jedoch durchaus nicht nur für Laien geeignet. Ich beschäftige mich selbst schon mehrere Jahre mit dem Thema und habe trotzdem den einen oder anderen Blickwinkel gefunden, der sich mir vorher so nicht erschlossen hat. Schließlich lernt man, bei aller Erfahrung, niemals aus.

Copyright © 05/2010 Antje Jürgens

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