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22. August 2010

Rendell, Ruth: Die Unschuld des Wassers

Filed under: Krimi/Thriller — Ati @ 21:42

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Die Unschuld des Wassers Von Ruth Rendell

Titel der engl. Originalversion “The Water’s Lovely” erschienen bei Century Hutchinson 04/2007

dt. Übersetzung Eva L. Wahser

ISBN-10: 3764502681 – ISBN-13: 978-3764502683

Genre: Krimi/Thriller/Psycho

Deutsche Erstausgabe im Verlag blanvalet 06/2010

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

€ 19,95 [D]

 

 

Zur Autorin

 

Ruth Rendell oder auch Barbara Vine. Der eine Name steht für Krimis, der andere für Thriller. Hinter beiden verbirgt sich die 1930 als Tochter eines Lehrerehepaares in einem Londoner Vorort geborene Ruth Barbara Graseman und von Königin Elizabeth in den Adelstand erhobene Baroness Rendell of Babergh. 1964, zehn Jahre nach der Geburt ihres Sohnes, begann die frühere Journalistin einer kleinen Wochenzeitschrift, ihre Liebe zur Schriftstellerei auszuleben, indem sie den ersten Krimi um Detective Inspector Wexford schrieb. Neben 21 Wexford-Romanen verfasste Rendell über zwei Dutzend weitere Kriminalromane und begann darüber hinaus Mitte der 1980er-Jahre Psychothriller unter ihrem Pseudonym Barbara Vine zu veröffentlichen. Sie erhielt für ihre Werke verschiedene Auszeichnungen. Darunter 3x den „Edgar-Allen-Poe-Preis“, 2x den „Golden Dagger Award“ und 1997 den „Grand Masters Award“ der Crime Writers Association of Amerika. Letzerer gilt als der Krimipreis schlechthin. Die heute in Suffolk lebende Autorin steht mit ihren Romanen seit Jahrzehnten auf den Beststellerlisten.

 

Zum Buch (Zitat Verlagsseite)

 

Immer wieder hat Ismay den gleichen Traum: Sie und ihre Mutter folgen Ismays Schwester Heather die Treppe hinauf in einen riesigen Raum, in dessen Mitte sich ein See mit einer Oberfläche wie aus Glas befindet. Darin treibt mit dem Gesicht nach unten eine weiße Gestalt. Vor neun Jahren ist Ismays Stiefvater Guy in der Badewanne ertrunken. Neun Jahre, in denen Ismay und Heather niemals miteinander über jenen Tag gesprochen haben. Doch egal, wie sehr sie sich bemühen, das Geschehene zu verleugnen und alle Erinnerungen zu unterdrücken – die schreckliche Wahrheit drängt unerbittlich ans Tageslicht …

Zitatende

 

Meine Meinung

 

Durch diesen Text wird man ja schon neugierig und Rendell-Fans dürfen sich auch auf eine Geschichte freuen – die sich, wie so oft bei Rendell – nicht nur um die darin angesprochenen Personen oder Vorfälle dreht. Rendell gelingt es auch in diesem Roman, die einzelnen Figuren sehr nachdrücklich herauszuarbeiten. Menschen, die direkt in unserer Nachbarschaft leben könnten. Banal normal und doch hat jeder seine größeren und kleineren Sorgen, ein Geheimnis oder eine symbolische Leiche im Keller.

 

Da sind Heather und Ismay, die ein schreckliches Geheimnis genauso verbindet wie die Sorge um ihre schizophrene Mutter, um die sie sich zusammen mit deren Schwester kümmern. Da ist ihre Tante, allein, bindungsunfähig, die in ihrer Einsamkeit über eine Dating-Agentur jemanden sucht und einen hohen Preis dafür bezahlen muss. Da sind Edmund und Andrew, die sich für Heather bzw. Ismay interessieren und grundverschieden sind. Andrew, der nicht nur Heather an die Vergangenheit erinnert und dafür sorgt, das Ismay sich in einem Albtraum gefangen fühlt. Edmund, der eigentlich nur mit Heather ausgeht, weil er seiner dominanten Mutter entfliehen möchte und dabei auf jemanden trifft, der wie für ihn geschaffen scheint. Seine Mutter, die von Marion gepflegt wird. Marion, die sich, nicht ganz uneigennützig, auch um andere alte Menschen kümmert und darüber nachdenkt, deren Ableben notfalls zu beschleunigen, um an ihr Ziel zu kommen. Marion, die skrupellos genug ist, Ismay zu erpressen, als sie durch einen dummen Zufall hinter ihr Geheimnis kommt. Und plötzlich feststellen muss, dass sie selbst erpressbar ist.

 

Und dann sind da noch die beiden Morde. Einer der bereits 13 Jahre zurückliegt und Ismay neben ihren Träumen auch einen Gewissenskonflikt beschert. Der Tathergang war anders, als die Ermittlungen damals ergaben. Und obwohl sie nichts genaues weiß, weckt ein weiterer, aktueller Mord einen schrecklichen Verdacht in Ismay. Das Geheimnis, das die beiden Schwestern verbindet, ja förmlich aneinander fesselt, spielt trotz seiner ursächlichen Wirkung trotz allem nur eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch fordert die Wahrheit zunehmend ausgesprochen zu werden, was den beiden Schwestern erst am Ende des Romans gelingt und für eine weitere kleine rendellmäßige Überraschung sorgt. Und so wie mit Wasser und Tod alles beginnt, endet es auch.

 

Rendell-Neulingen könnte die Fülle an Figuren anfangs Schwierigkeiten bereiten. Doch werden auch sie feststellen, dass die Autorin einen geschickt gesponnenen roten Faden in Händen hält, der Leser flüssig und ohne Probleme durch die Geschichte führt. Eine Geschichte, die sich weniger mit den Morden als mehr mit dem Leben der Protagonisten beschäftigt. Ein Leben, das so einfach, so normal, so komfortabel ist – oder sein könnte, wenn, ja wenn da nicht die Geheimnisse und Probleme wären, die jeder von ihnen mit sich herumträgt.

 

Ein Buch zur Entspannung? Ja, denn es lässt sich wie alle Rendell-Romane leicht lesen.

 

Ein Buch ohne Spannung? Mit Sicherheit nein. Obwohl Rendell weder auf blut- oder gewalttriefende Einzelheiten noch ermüdend detaillierte Ermittlungsdetails zurückgreift. Die Spannung baut sich rein aus Rendells Erzählstil auf. „Die Unschuld des Wassers“ spricht  auch sozialkritische Themen an, die gerne unter dem Deckmäntelchen der Normalität unter den Teppich gekehrt werden. Phädophilie etwa, sexueller Missbrauch oder auch Obdachlosigkeit finden in der Geschichte einen Platz. Ohne Bigotterie, aber auch ohne den Unterhaltungswert des Buches zu stören. Und gerade weil der Alltag der Figuren so wohltuend normal, ja stellenweise banal dargestellt wird, können vermutlich viele Leser jemanden aus ihrem Umfeld oder gar sich selbst in der einen oder anderen Person wiederfinden. Und die Vorstellung, dass der eine Schritt, der die Normalität in einen Albtraum verwandeln kann, so klein ist, dürfte mit einem kleinen Schauer für das Umblättern der Seiten sorgen.

 

Ein Buch zum Weiterempfehlen? Ja. Rendell kann und wird mit diesem Roman garantiert weitere Fans des Genres gewinnen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Herrn Rothfuss von Randomhouse/blanvalet für die freundliche Überlassung des Leseexemplares bedanken.

 

© 08/2010 Antje Jürgens

15. August 2010

Forman, Gayle: Wenn ich bleibe

Filed under: Jugendbuch,Roman — Ati @ 23:07

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Titel der engl. Originalausgabe „If I stay“ erschienen bei Dutton Books 02/2009,
dt. Übersetzung Alexandra Ernst
Deutsche Erstausgabe im Verlag Blanvalet 01/2010
ISBN-10: 3764503513
ISBN-13: 9783764503512
Genre: Jugendbuch, All-Age-Buch,
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
€ 16,95 [D]

Verlagsseite

Autorenseite

Die Journalistin Gayle Forman musste erst eine Weltreise antreten, um ein Buch in Angriff zu nehmen. Davor arbeitete sie für Zeitschriften wie „Elle“ oder „Cosmopolitan“, „Jane“ oder Glamour“. Sie lebt in New York und liebt es nach eigenen Aussagen, Jugendbücher zu schreiben. Ihrem ersten Buch, in dem es um die Weltreise ging, folgten weitere, preisgekrönte Bücher. Und „Wenn ich bleibe“.

Ein schlicht gehaltener Umschlag schützt das 272 Seiten starke Hardcoverbuch. Er zeigt einen kahlen, bleichen Ast vor einem hellblauen Hintergrund, mitten drin eine einzelne rosafarbene Blüte. Das Wort Roman wirkt auf den ersten, flüchtigen Blick fast wie eine kleine Raupe. Eins der Cover, das nichts auszudrücken scheint und doch schon unendlich viel verspricht. Eins von denen, die ich persönlich eigentlich vorziehe, weil sie nicht reißerisch aufgemacht sind. Dennoch habe ich mich gespaltenen Gefühlen an die Lektüre von Gayle Formans „Wenn ich bleibe“ gemacht. Verschiedene Rezensenten und Leser haben von wunderschön und ergreifend bis hin zu schnulzig, oberflächlich und seicht gewertet. Bei der Lektüre der Inhaltsangabe drängt sich zunächst der Verdacht auf, dass Letzteres durchaus möglich sein könnte:

 

Zitat Inhaltsangabe: „Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert?

Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen?“

 

Dieser Unfall wird bereits im zweiten Kapitel sehr eindrucksvoll aber nicht reißerisch beschrieben, was nach dem tatsächlich spielerisch leichten Auftakt im ersten Kapitel – dem relativ normalen Morgen einer glücklichen Familie, die direkt neben uns leben könnte – umso dramatischer wirkt. Damit verliert der Verdacht der Seichtheit aber sofort an Gewicht. Das Buch ist nicht seicht gehalten, obwohl Forman Mia ihre Geschichte in einfachen Worten selbst erzählen lässt. Heraus kommt dabei ein leises, unpathetisches Buch, das gerade dadurch zum Weiterlesen animiert.

Eine an Engel glaubende, erschütterte Großmutter, die irgendwie funktioniert. Ein Großvater, der als einziger erkennt, wie wichtig für Mia das Wissen sein muss, gehen zu dürfen, und der ihr das auch sagt, während andere in ihrer Gegenwart das Thema Tod, das auf so dramatische Weise in das Leben des Mädchens kam, meiden. Eine burschikose Freundin, die Mias Freund über den Unfall informiert. Eine andere, die es ihm ermöglicht, Mia zu sehen, weil er als „Freund“ eigentlich keinen Zutritt zur Intensivstation hat und dabei doch eine so wichtige Rolle in Mias Leben spielt. Alles Menschen, die Mias inneren Zwiespalt aufzugeben oder zu kämpfen vergrößern und gleichzeitig erleichtern. Die Geschäftigkeit einer Intensivstation, die Versorgung eines komatösen Körpers, der Mia gehört und doch auch wieder nicht. Denn sie schwebt quasi als Geist über allem, ohne wirklich Einfluss darauf nehmen zu können. Nicht wissend, wie sie diesen Zustand überwinden kann, in dem sie zwar alles beobachten, aber keinen Kontakt zu anderen aufnehmen kann. Rückblicke auf ihr Leben – wie das Kennenlernen ihrer besten Freundin oder ihres Freundes Adam, auf ihre Liebe zur Musik, auf ihre Familie und Freunde erlauben dem Leser, Mia besser kennenzulernen.

Forman bietet uns mit der Geschichte, der gerade erst erwachsen werdenden Mia eigentlich ein Jugendbuch. Doch auch Erwachsene können sich in Mia wiederfinden, weil sie sehr reif herüberkommt. Obwohl es in diesem Buch um das Ende, Tod und Trauer geht, kommen die Aspekte Anfang, Leben und Hoffnung, Familie, Liebe und Freundschaft nicht zu kurz. Werte, die heute oftmals flüchtig verkommen oder verkitscht dargestellt werden. Formans emphatischer Erzählstil, völlig frei von tränenreicher Melodramatik, sorgt für einen ständig wechselnden und fließenden Übergang von Mias jetziger Situation zu ihrem bisherigen nahezu sorglosen und unbeschwerten Leben und zurück. Zeigt uns ihre Erinnerungen an glückliche Zeiten, an Träume und Zweifel, aber auch ihre jetzigen Ängste, ihre Hilflosigkeit, ihren Zwiespalt. Dadurch wird erschreckend klar, dass jeder von uns sich morgen in einer vergleichbaren Situation befinden könnte. Dass das Leben kurz und vergänglich ist und wir nur begrenzt Einfluss auf das nehmen können, was mit uns geschieht. Doch genau dadurch wird auch deutlich, dass in schmerzlichen, scheinbar ausweglosen Situationen, Hoffnung da ist, Hoffnung wachsen kann. Was der Schutzumschlag des Buches perfekt ausdrückt. Die aufblühende rosa Blüte. Ein Symbol für die Hauptthemen dieses wunderschönen, unaufdringlichen und einprägsamen Buches – Liebe und Leben und den Wert von Freundschaft und Familie.

An dieser Stelle möchte ich mich noch beim Blanvalet Verlag bedanken, der mir dieses Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

14. Juli 2010

Singh, Rajinder: Die Weisheit der erwachten Seele

Filed under: Esoterik — Ati @ 13:02

05_weisheit_der_erwachten_seele.jpg Die Weisheit der erwachten Seele

von Rajinder Singh

erschienen bei Königsfurt Urania Verlag GmbH, 3. Auflage 2010

ISBN-10: 3908653037 – ISBN-13: 978-3908653035

Genre: Esoterik, Glauben, Selbstfindung

Hardcover, 212 Seiten

Preis: € 13,50 [D]

 

Zum Autor

 

Der studierte Elektrotechniker Rajinder Singh wurde 1946 in Indien geboren und gilt als indischer Mystiker. . Er ist Leiter internationaler Konferenzen über den Weltfrieden, zum interreligiösen Dialog, anerkannter Meditationslehrer In diesem Zusammenhang hat er mehrere Bücher und Artikel zu spirituellen Themen geschrieben. Singh macht als Grundlage für den Frieden keinen Unterschied zwischen den einzelnen Religionen geltend. Ebenso grundlegend erachtet er die Wirkung von Gebeten und Meditation. Seit 1989 sind unter seiner Führung weltweit mehrere Meditationszentren entstanden. Obwohl er für seine Friedensarbeit zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Friedenspreis der NGO-Organisationen der Vereinten Nationen, erhielt und es sein Anliegen ist, die Einheit der Menschen zu fördern und suchenden Seelen den Weg zur Selbstverwirklichung und Gotterkenntnis zu zeigen, wurde er als Leiter der Organisation Wissenschaft der Spiritualität – ohne wirklich auffällig geworden zu sein – stellenweise recht argwöhnisch betrachtet. Vermutlich, weil die Organisation religiös gesehen die gleichen Wurzeln, die gleiche Idee und auch allgemeine Praxis wie die holosophische Gesellschaft vertritt. Gleichwohl rührt die Begeisterung für Rajinder Singh und seine Organisation vom Charisma des Leiters und entsteht m. E. nicht durch soziale oder psychische Manipulationen.

 

Zum Buch

 

Zitat Buchrücken: >>Mit diesem Buch möchte Rajinder Singh den Menschen eine praktische Anleitung geben, wie sie die Seele wieder zu ihrer ganzen Stärke erwecken können. Wenn der Mensch die Kraft der Seele wiedergewinnt, werden ihre Weisheit, Unsterblichkeit, Liebe, Furchtlosigkeit, Verbundenheit und Glückseligkeit dem Leben eine ganz neue Dimension erschließen.<< Zitatende

 

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Es gibt einen theoretischen Teil, der sich mit religionsübergreifenden Aussagen zum Thema Seele befasst. Und einem praktischen Teil, der neben der Beschreibung von Stolpersteinen im täglichen Leben auch die Auflösung dieser Stolpersteine mittels Übungsanleitungen am Ende jedes Kapitels umfasst.

 

Meine Meinung

 

Wer den Text des Buchrückens liest, weiß, was er vor sich hat. Ein Buch zur Selbstfindung. Zum Erkennen des Ichs. Ein Buch über die Seele, die Liebe und den tieferen Sinn des Lebens. Muss man ein Anhänger indischer Religionen sein, um zu verstehen, worauf der Autor hinaus will? Mitnichten. Singh zieht in seinem Buch Vergleiche zu anderen Religionen, was sehr deutlich macht, dass es eigentlich keine essenziellen Unterschiede zwischen den einzelnen Glaubensrichtungen gibt. Doch Singh macht nicht nur auf tägliche Stolpersteine des Lebens auf der Suche nach innerer Kraft und Stärke aufmerksam. Er gibt dem Leser auch Anstöße, um verkrustete Denkansätze und enttäuschte Erwartungen zu überwinden. Übungsanleitungen am Ende jedes Kapitels, die dem Suchenden das Erschließen neuer Horizonte vereinfachen, runden dieses Buch gekonnt ab. Mit „Die Weisheit der erwachten Seele“ hält der Leser ein Arbeitsbuch in Händen, das in einfachen, klar verständlichen Worten Fortgeschrittenen wie Anfängern auf der Suche nach dauerhaftem Wohlbefinden und innerer Ausgeglichenheit Hilfestellung bietet und es wert ist, mehrmals aufmerksam gelesen zu werden.

 

© 07/2010 Antje Jürgens

24. Mai 2010

Franckh, Pierre: Erfolgreich wünschen – Geschenkset mit Karten & Anleitung

Filed under: Esoterik,Jugendbuch — Ati @ 16:40

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Königsfurt-Urania Verlag GmbH
ISBN 9783868261004
Esoterik
1. Auflage 2008
Geschenk-Set mit Karten und Anleitung
Buch 64 Seiten, Softcover, & 49 Karten
€ 14,90[D]

Verlagsseite www.koenigsfurt-urania.com

 

Der 1953 in Heilbronn geborene Pierre Franckh stand bereits mit sechs Jahren auf der Bühne, mit elf spielte er seine erste Filmrolle. Er spielte in verschiedenen Filmen, Serienepisoden und an diversen Theatern. Darüber hinaus ist er Autor und Regisseur.

Seit 1996 widmet er sich verstärkt dem Schreiben. Sein erstes Buch ‚Glücksregeln für die Liebe‘ (2004, Koha-Verlag) landete auf Anhieb auf der Stern-Bestsellerliste. (weitere Infos unter www.pierre-franckh.de)

Wer sich das Geschenkset bestellt, erhält einen stabilen Umkarton, in welchem sich ein Buch mit Anleitungen und Affirmationen zu den ebenfalls enthaltenen 49 Karten befindet.

Buch und Karten sind in sieben Themen (Liebe, Loslassen, Erschaffen, Gegenwart, Vertrauen, erfolgreich Wünschen und Glück) gegliedert. Zu allen Themen gibt es jeweils sieben Karten und entsprechende Affirmationen. Dazu noch zu jedem Thema eine Anleitungsseite. Nach einer allgemeinen Einleitung, wie Karten und Affirmationen genutzt werden können, geht es mit dem Thema Liebe los. Den Abschluss bilden die sieben Regeln, wie Träume wahr werden.

Das Buch (21,4 cm x 14 cm) ist durchgehend farbig auf Glanzpapier gedruckt. Jeder der 49 Karten ist eine Seite gewidmet. Es finden sich jeweils drei Affirmationen dazu, der Spruch der Karte wird ebenfalls wiederholt.

Auch das Bildmotiv der jeweiligen Karte wiederholt sich und geht quasi vergrößert in eine Art Seitenrahmen über. Das Grundmotiv der eigentlichen Seiten entspricht dem hellblau-weißen Grundmotiv des Umkartons (ohne Schrift und Bilder).

Die Karten selbst zeigen dieses Grundmotiv ebenfalls auf ihrer Rückseite. Auf den Vorderseiten finden sich Motive und kleine Sprüche, am ehesten mit Motivationskalendern vergleichbar.

Alles in allem ist das Geschenkset aufwendig, ansprechend und liebevoll gestaltet.

Fazit:  Über den Sinn von Wunschbüchern lässt sich streiten und so hat Pierre Franckh, wie andere Autoren, mit seinem Buch darüber bisher nicht nur positive Kritiken geerntet.

Natürlich wurde mit Veröffentlichung des Buches und der Karten das Rad nicht neu erfunden (das ist aber vermutlich sowieso nicht mehr möglich). Ist es deshalb schlecht? Sicher nicht. Es ist, im Gegenteil, sogar empfehlenswert. Warum?

Mit dem Geschenkset wird der Blick zwar vordergründig erst einmal auf die Wunscherfüllung gelenkt. Doch auf subtile Weise sorgt es bei Lesern (in diesem Fall müsste man fast ‚Nutzern‘ sagen), die sich ernsthaft damit beschäftigen, mit dafür, dass sich etwas ändert. Die eigene Sicht auf bestimmte Dinge und/oder das Empfinden von Dankbarkeit und Zufriedenheit.

Und damit erfüllt sich im Umkehrschluss das, was vordergründig vermittelt werden soll. Wer dankbar und zufrieden ist, wird wenig bis keine Wünsche haben. Und wer keine Wünsche hat, der muss zumindest den einen oder anderen doch erfüllt bekommen haben, oder?

Copyright © Mai 2010 Antje Jürgens

22. Mai 2010

Rhyner & Rosenberg: Das große Ayurverda Ernährungsbuch

Filed under: Fach- & Sachbuch,Gesundheit/Behandlung,Kochbuch — Schlagwörter: , , — Ati @ 20:15

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Das große Ayurveda Ernährungsbuch

von Hans H. Rhyner & Kerstin Rosenberg

 

AGM AGMüller Urania

ISBN: 978-3908652168

Fach-/Sachbuch Gesundheit/Ernährung

3. Auflage 2007

Hardcover, 340 Seiten

Preis: 28,50 € [D]

 

Verlagsseite

 

Zu den Autoren:

 

Hans Heinrich Rhyner – Der gebürtige Schweizer hat bereits verschiedene Bücher zum Thema Ayurveda veröffentlicht. (U. a. Ayurveda für Einsteiger, Heilpflanzen in der Ayurveda, Das neue Ayurveda Praxis Handbuch.) Er gilt als führender, international anerkannter Ayurveda-Experte; leistete Pionierarbeit, in dem er sein Wissen mithilfe seiner indischen Lehrmeister im europäischen Raum erfahr- und erlernbar machte. Rhyner führt in Niederösterreich ein Ayurveda-Zentrum, wo er seine Erfahrung in indischer Philosophie und ayurvedischer Lebens- und Gesundheitslehren auf unsere westliche Lebensgewohnheiten und Gedanken überträgt.

 

Kerstin Rosenberg – Auch Rosenberg hat bereits mehrere Bücher über Ayurveda veröffentlicht. (U. a. Ayurveda – Heilkunde und Küche, Ayurveda für Kinder oder Das große Ayurveda-Buch.) Die Autorin ist ebenfalls eine anerkannte Ayurveda-Spezialistin, bildet Ayurveda-Ernährungsberater sowie Ayurveda-Therapeuten aus, ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin eines der größten Ausbildungs- und Kurzentren im Bereich Ayurveda im europäischen Raum. Ihr indisch-westlicher Küchenstil bedenkt nicht nur traditionelle ayurvedische Werte, sondern berücksichtigt auch unsere westlichen Lebensgewohnheiten.

 

Zum Buch:

 

Dieses Buch bietet Ihnen eine Entdeckungsreise in eine west-östliche Ernährungs- und Gesundheitslehre. Wenn Sie sich gesundheitsbewusster und typgerechter ernähren wollen, abnehmen oder entschlacken möchten, erhalten Sie Hilfe, Schritt für Schritt ihre Lebensgewohnheiten zu ändern, ohne auf Lebens- und Sinnesfreuden zu verzichten.

 

Damit wird kurz und prägnant umschrieben, worum es in dem Buch geht. Das Buch ist in zwei Bereiche gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem therapeutischen Hintergrund. Das Buch geht los mit dem Hinweis, dass der Esser wichtiger als das Essen ist. Mit der Erklärung der Konstitutionstypen, der Nahrung, Empfehlungen für die Nahrung in Verbindung mit den Konstitutionstypen, dem Hinweis auf die Individualität, den richtigen Zeitpunkt und ayurvedische Rituale, Sanskrit-Gebeten und Matras geht es weiter.

 

Doch damit nicht genug. Der zweite Teil widmet sich der praktischen Umsetzung und der Integration in den familiären Alltag. 100 Rezepte runden das mit ansprechenden Fotos gestaltete Buch ab. Es gibt Rezepte für Kinder, fürs Frühstück, Mittag- und Abendessen, für Desserts. Anleitungen fürs Abnehmen und aphrodisierende Rezepte. Kurz: von allem und für jeden etwas.

 

Fazit:

 

Der Preis von 28,50 € ist nicht nur durch die aufwendig-liebevolle und ansprechend illustrierte Gestaltung des Buches begründet. Die Lust, sofort etwas daraus nachzukochen, lohnt sich auf alle Fälle. Die Rezepte sind gut und einfach umzusetzen, das Ergebnis entsprechend.

 

Es gibt einige Kochbücher, die sich mit der ayurvedischen Ernährung bzw. Rezepten beschäftigen und über deren Sinn oder Unsinn man getrost streiten kann. Meist scheitert man schon an der Beschaffung diverser Zutaten oder gibt auf, weil sie entweder so ursprünglich sind, dass sie sich nicht in unseren westlichen Lebensalltag integrieren lassen oder so verfälscht, dass sie mit dem Prinzip Ayurveda kaum noch etwas zu tun haben. Oder, was auch passieren kann, das beste Rezept nutzt nichts, wenn es aus Unkenntnis über die Wirkung, falsch angewendet wird.

 

Das grosse Ayurveda Ernährungsbuch gehört mit Sicherheit nicht dazu. Vielmehr dürfte es zu den Besten zählen, die auf dem Buchmarkt verfügbar sind. Vor allem, weil im ersten Teil fundiertes Wissen über die Zusammenhänge, leicht verständlich und gut nachvollziehbar, vermittelt wird. Und weil darüber hinaus eine einfache Integrationsmöglichkeit in den persönlichen und/oder familiären Alltag geboten wird.

 

Insoweit gibt es ein uneingeschränktes EMPFEHLENSWERT für dieses überaus ansprechende Buch von Rhyner & Rosenberg. Man merkt, dass die Autoren über einen großen Erfahrungsschatz und die Fähigkeit verfügen, diesen Lesern auch gekonnt zu vermitteln. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass hier einfach alles stimmt: Aufmachung, Thematik, Umsetzbarkeit.

 

Copyright © 05/2010 Antje Jürgens

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